.......drei kürzlich verstorbene Prominente Persönlichkeiten.

>> Alessandro "Alex" Zanardi

Rennfahrer und Paralympics Teilnehmer

† 01. Mai 2026

Die Sportwelt verliert mit Alessandro Zanardi ein Vorbild für Kampfgeist und Überlebenswillen, einen Menschen, der Millionen inspiriert hat.

Alessandro "Alex" Zanardi ist am Freitag im Alter von 59 Jahren verstorben. 

Dies gab seine Familie am Samstag bekannt.

1991 bis 1999 startete er bei 41 Grand-Prix-Rennen im Rahmen der Formel-1-Weltmeisterschaft. 

1997 und 1998 errang er jeweils die Champ-Car-Meisterschaft. 

2001 verunglückte er bei einem Rennen dieser Serie auf dem Lausitzring schwer und war seitdem beinamputiert. 

Zwischen 2005 und 2009 fuhr Zanardi wieder Automobilrennen und nahm für BMW an der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) teil. 

2012 wurde er zweifacher paralympischer Sieger in der Disziplin Handbike. 2016 gewann er je eine weitere Gold- und Silbermedaille.

Bild >> Der Moment, der sein Leben veränderte: Kurz zuvor war Zanardis Auto von Alex Tagliani mit 320 km/h getroffen worden

>> Mario Adorf

Schauspieler

† 08. April 2026

Jahrzehntelang war er einer der beliebtesten Schauspieler in Deutschland. Das hatte Mario Adorf auch seinem leicht exotischen Flair zu verdanken. Seit den späten 50er Jahren war er der "deutsche Italiener" – und tatsächlich war sein Vater ein italienischer Arzt, der allerdings nie mit seinem Sohn lebte und ihm nur einmal begegnete. Gleichwohl: Mario Adorf wollte seinem Image gerecht werden, und so zum Beispiel "als halber Italiener nach Italien gehen, wie Goethe", wie er einmal sagte.

Durchbruch mit "Nachts, wenn der Teufel kam"

Doch schon bald lockte der Film – und 1957 kam schon der Durchbruch durch seine Rolle in dem Krimi "Nachts wenn der Teufel kam", in dem Adorf einen geistig zurückgebliebenen Mörder spielte. Von da an war Mario Adorf lange Jahre auf Rollen als Bösewicht gebucht: So spielte er im ersten Winnetou-Film den Gangster Santer, der Winnetous Schwester Ntscho-Tschi auf dem Gewissen hat.

Adorf wurde nun auch im Ausland gebucht, aber der internationale Erfolg blieb ihm verwehrt, was er immer ein wenig bedauerte. Dafür konnte sich Mario Adorf in Deutschland vor Rollen-Angeboten kaum retten.

Viele beliebte Fernseh-Rollen

Auch wenn Mario Adorf mit Auftritten in Kino-Erfolgen wie "Die Blechtrommel" oder "Rossini" brillieren konnte, so war seit den 80er-Jahren das Fernsehen sein eigentliches Metier. Und hier war es vor allem der Regisseur Dieter Wedel, der dem Schauspieler attraktive Hauptrollen auf den Leib schrieb, wie 1993 die des "Großen Bellheim", eines Kaufhausbesitzers, der mit der Zeitenwende konfrontiert ist.

Unvergesslich bleibt sein Auftritt als Unternehmer Heini Haffenloher in der Serie "Kir Royal" (1985), aus der Adorfs wohl berühmteste Dialogzeile stammt: "Ich scheiß' dich sowas von zu mit meinem Geld."

>> Chuck Norris

Schauspieler

† 19. März 2026

Die Serie "Walker, Texas Ranger" machte Chuck Norris berühmt. In Hollywood boxte er sich hoch, war als Trump- und Waffenfan aber Außenseiter. Nun ist Norris gestorben.

Größere Berühmtheit erlangte er als Filmgegner von Bruce Lee in Die Todeskralle schlägt wieder zu (1972) sowie durch die dreiteilige Kinofilmreihe Missing in Action (1984–1988) und die Fernsehserie Walker, Texas Ranger (1993–2001), als deren ausführender Produzent er auch agierte. Nachdem er seit 2004 nicht mehr im Kino zu sehen war, feierte er 2012 im Film The Expendables 2 ein Comeback.

Chuck Norris war Tang-Soo-Do- und Taekwondo-Meister (8. Dan). Norris war der erste westliche Mann, der im Taekwondo mit dem 8. Dan ausgezeichnet wurde. Anfangs unterrichtete er Tang Soo Do neben einem Job bei einem Rüstungsunternehmen und beschloss auf Grund seines Erfolges, eine eigene Kampfsportschule zu eröffnen. Bald betrieben Norris und ein Partner drei Kampfsportschulen und 1970 bekamen sie das Angebot, eine ganze Kette von Schulen unter ihrem Namen betreiben zu lassen, an deren Einnahmen sie beteiligt werden sollten. Sie nahmen den Vorschlag an.

Während seiner Zeit als Schauspieler war Norris vor allem auf die Darstellung schweigsamer Einzelgänger abonniert, die teilweise eine recht patriotisch-reaktionäre Gesinnung zur Schau stellten und ihre Kämpfe gegen amerikanische Feindbilder ausfochten. So kämpfte er beispielsweise in Invasion U.S.A. (1985) gegen Invasoren aus dem damaligen Ostblock, in Delta Force (1986) gegen arabische Terroristen und in Missing in Action (1984) gegen den Vietcong. Seine zweite Paraderolle war die des Gesetzeshüters, der zur Erfüllung seiner Aufgabe auch auf nicht immer legale Methoden zurückgreift; als solcher war er in McQuade, der Wolf (1982) und Cusack, der Schweigsame (1985) zu sehen.


R.I.P.