>> Tom Cruise hat 15 mal die Schule gewechselt

Tom Cruise hat in seiner Kindheit und Jugend eine enorm unstete Zeit durchgemacht: Insgesamt besuchte er 15 verschiedene Schulen in 14 Jahren (in den USA und Kanada).

​Hinter diesen ständigen Schulwechseln stecken vor allem familiäre Instabilität und schwere persönliche Herausforderungen:

​Die Jobwechsel des Vaters: 

Cruise' Vater war Elektroingenieur, hatte jedoch große Probleme, Jobs langfristig zu halten. Die Familie musste ständig umziehen, weil der Vater auf der Suche nach neuer Arbeit war. Cruise beschrieb seinen Vater später als Tyrannen und "Händler des Chaos", der die Familie in ständiger Angst und phasenweise in großer Armut leben ließ.

​Die Trennung der Eltern: 

Als Cruise etwa 11 oder 12 Jahre alt war, hielt es seine Mutter nicht mehr aus. Sie verließ den Vater und zog mit Tom und seinen drei Schwestern zurück in die USA (nach Kentucky). Seine Mutter musste teilweise drei Jobs gleichzeitig annehmen, um die Familie durchzubringen, was weitere Umzüge und damit Schulwechsel nach sich zog.

​Der Versuch, Priester zu werden: 

Mit 14 Jahren wechselte Cruise erneut die Schule – diesmal aus eigenem Antrieb. Er ging mit einem Stipendium an ein franziskanisches Priesterseminar in Cincinnati, weil er katholischer Priester werden wollte. Er verließ das Seminar jedoch nach etwa einem Jahr wieder (unter anderem, weil er und ein Mitschüler beim heimlichen Alkoholtrinken erwischt wurden).

​Zusätzliche Belastung durch Legasthenie

Diese ständigen Wechsel waren für ihn besonders hart, weil bei ihm schon früh eine schwere Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche) diagnostiziert wurde. Durch das permanente Herausreißen aus seinem Umfeld und das Neuerfinden an immer wieder anderen Schulen fiel es ihm extrem schwer, den Anschluss im Unterricht zu finden. Er fühlte sich in der Schule oft missverstanden und isoliert – Halt fand er in dieser Zeit vor allem im Sport und später in der Theater-AG, die letztlich den Grundstein für seine Hollywood-Karriere legte.