>> Hitlers Mercedes wurde 2009 in einer Garage in Bielefeld / Deutschland entdeckt

Im Spätherbst 2009 sorgte ein sensationeller Fund in Bielefeld für Schlagzeilen. Ein Düsseldorfer Oldtimer-Händler namens Michael Fröhlich spürte im Auftrag eines russischen Milliardärs einen tiefblauen Mercedes-Benz 770 K Grosser Kurierwagen auf.

​Das Auto stand tatsächlich jahrelang unbemerkt in einer Halle in Bielefeld. 

Durch historische Dokumente, Fahrgestellnummern und alte Fotos konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass es sich dabei um das originale Paradefahrzeug von Adolf Hitler handelte.

Der in Bielefeld gefundene Mercedes 770 K wurde kurz nach seiner Entdeckung an den russischen Milliardär verkauft und ins Ausland gebracht. Da das Zeigen von NS-Symbolen in Deutschland strafbar ist, mussten für den Transport und den Verkauf sämtliche Hakenkreuze und NS-Abzeichen abgedeckt oder entfernt werden. 

Der reine Besitz oder Verkauf des Autos als historisches Gut war jedoch legal.

Der geplante Millionen-Deal

Der Oldtimer-Händler Michael Fröhlich verkündete zunächst stolz, dass der gepanzerte Mercedes 770 K (Baujahr 1935 mit dem historischen Kennzeichen IA 148461) für einen zweistelligen Millionenbetrag an einen namentlich nicht genannten russischen Milliardär verkauft worden sei. Der Plan des Käufers war es angeblich, den geschichtsträchtigen Wagen nach Moskau zu bringen und dort auszustellen.

​In Russland gilt das Sammeln von Beutegut aus der NS-Zeit – anders als in Deutschland – oft als eine Art "Siegestrophäe". Russische Oldtimer-Experten kommentierten damals, dass der Kauf eines solchen Wagens für russische Sammler wie "ein ausgestreckter Mittelfinger in Richtung Hitler" sei.