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Folge 23
Surtsey

Surtsey ist eine junge Vulkaninsel etwa 30 Kilometer vor der Südküste Islands.
Sie gehört zur Inselgruppe der Vestmannaeyjar (Westmännerinseln) und bildet den südlichsten Punkt des isländischen Staatsgebiets.

Die Entstehung
Ausbruch: Die Insel entstand ab dem 14. November 1963 durch einen unterseeischen Vulkanausbruch, der in rund 130 Metern Wassertiefe begann. Nach wenigen Tagen durchbrach das Eiland die Meeresoberfläche.
Dauer: Die Ausbrüche hielten bis Juni 1967 an.
Namensgebung: Benannt ist Surtsey nach Surt, dem Feuerriesen aus der nordischen Mythologie.
Wissenschaftliche Bedeutung
Surtsey ist ein weltweit einzigartiges "freiluftbiologisches und geologisches Labor":
Ökosystem aus dem Nichts: Wissenschaftler konnten von Tag eins an beobachten, wie nackter Vulkanfelsen Schritt für Schritt von Pflanzen, Insekten, Vögeln und Robben besiedelt wird (sog. Primärsukzession).
Strenger Schutz: Die Insel steht seit 1965 unter absolutem Naturschutz und darf nur von wenigen ausgewählten Forschern betreten werden. Dadurch kann sich die Natur völlig ungestört von menschlichen Einflüssen entwickeln.
UNESCO-Welterbe: Aufgrund ihres außergewöhnlichen Werts für die Forschung wurde Surtsey 2008 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt.
Aktueller Zustand
Schrumpfung: Durch die stetige Wind- und Meereserosion ist die Insel seit dem Ende der Ausbrüche um mehr als die Hälfte geschrumpft (von ursprünglich ca. 2,7 km2 auf rund 1,2 bis 1,3 km2.
Beständigkeit: Weil der Kern der Insel aus extrem hartem Palagonitgestein und erstarrter Lava besteht, wird Surtsey nicht völlig im Meer verschwinden, sondern als felsiges Eiland dauerhaft bestehen bleiben.
>> Folge 24 am 21.10.
Folge 22
Google Datenzentrum in The Dalles

Das Google-Rechenzentrum in The Dalles (Wasco County, Oregon, USA) ist ein historischer und strategisch zentraler Meilenstein in der Infrastruktur von Google.


Im Jahr 2006 ging in The Dalles das allererste von Google von Grund auf selbst entworfene und gebaute Rechenzentrum in Betrieb.
Google hat seit 2006 mehr als 7 Milliarden US-Dollar in den Standort The Dalles bzw. den Bundesstaat Oregon investiert.
Das Areal umfasst mehr als 120.000 m² (über 1,3 Mio. sq ft) Fläche verteilt auf mehrere Gebäudekomplexe.
Der ursprüngliche Standort am Columbia Road Campus erfährt eine umfassende Modernisierung. Das ursprüngliche Gebäude aus dem Jahr 2006 wurde im Sommer abgerissen, um Platz für einen modernen, ca. 7.150 m² (77.000 sq ft) großen Neubau zu schaffen, der auf aktuelle KI- und Cloud-Anforderungen ausgelegt ist.
Google wählte die Kleinstadt am Columbia River aus zwei Hauptgründen:
Günstige & Grüne Energie: Die unmittelbare Nähe zu den großen Wasserkraftwerken am Columbia River (wie dem Dalles-Staudamm) sichert enorme Mengen an vergleichsweise preiswerter und erneuerbarer Energie.
Breitband-Infrastruktur: Hervorragende Anbindung an bestehende Glasfasernetze in der Region.
Da die Server vorwiegend mit Verdunstungskühlung gekühlt werden, steigt der Wasserverbrauch stetig an (über 400 Millionen Gallonen / ca. 1,5 Milliarden Liter pro Jahr).
Dies führt in der teils trockenen Region regelmäßig zu öffentlichen Debatten mit Anwohnern und Umweltschützern.
Infrastruktur-Investitionen: Um den Bedenken zu begegnen, investiert Google u. a. zweistellige Millionenbeträge in die städtische Wasserinfrastruktur (neue Brunnen, Leitungen und Speicherbecken).