jeden Samstag 

Folge 1

Raimund Harmstorf

Deutscher Schauspieler 



Raimund Harmstorf (58), bekannt als "Der Seewolf", beging am 3. Mai 1998 auf seinem Bauernhof in Marktoberdorf Suizid durch Erhängen. 


Er litt an Parkinson, schweren Depressionen und wahnhaften Angstzuständen. Negative Medienberichterstattung gilt als Mitauslöser für die Tat.

Die Polizei und der Enthüllungs-Reporter Günter Wallraff sehen einen Teil der Schuld an Harmstorfs Tod bei den Medien, allen voran der Bild-Zeitung. 

Am 2. Mai 1998 berichtete diese unter der Schlagzeile Seewolf Raimund Harmstorf in der Psychiatrie über die Krankheit des Schauspielers und dass er mit aufgeschnittenen Pulsadern von der Polizei aufgefunden und in die Psychiatrie gebracht worden sei. Seine Lebensgefährtin Gudrun Staeb berichtete, dass er zunächst über die Bild-Meldung gesagt habe: "Das muss ein schlechter Scherz sein" und dann: "Das ist mein Todesurteil." Nach dem Bericht wurde das Haus von Harmstorf von Reportern belagert. Ein Vertrauter der Familie urteilte: "Der Besuch der Journalisten war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte." 

In der folgenden Nacht starb Harmstorf im Alter von 58 Jahren durch Suizid auf seinem Bauernhof in Selbensberg.


Hintergründe zum Suizid:

  • Krankheit: Harmstorf litt seit 1994 an Parkinson, was zu schweren Depressionen führte.
  • Gesundheitszustand: Er hatte bereits am 6. April 1998 einen Suizidversuch mit Tabletten unternommen und sich kurzzeitig in eine psychiatrische Klinik begeben.
  • Medienberichterstattung: Berichte, insbesondere der BILD-Zeitung, die ihn trotz seines instabilen Zustands und seines Suizidversuchs in ein falsches Licht rückten, setzten ihm psychisch extrem zu.
  • Folgen: Kurz nach einem Besuch von Journalisten nahm sich der Schauspieler auf dem Dachboden seines Hauses in Selbensberg/Marktoberdorf das Leben.
  • Nachwirkung: Die Berichterstattung wurde vom Presserat gerügt, und es gab Stimmen, die den Medien eine Mitschuld am Tod des Schauspielers gaben.

Folge 2 am 25.04.