jeden Samstag

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Folge 7

Richard Gerstl

Österreichischer Maler


Gerstl interessierte sich für Philosophie, Neurologie, Fremdsprachen, Literatur, Psychologie und Musik. Er knüpfte Beziehungen zu den Komponisten Gustav Mahler und Arnold Schönberg. Nachdem er Schönberg 1906 kennengelernt und dessen Familie gemalt hatte, entwickelte sich eine Liebesbeziehung zu dessen Frau Mathilde, von der Schönberg bald erfuhr. 

Die Freundschaft zwischen Gerstl und Schönberg, die künstlerisch fruchtbar war (Schönberg kam durch Gerstl selbst zur Malerei) wurde durch Gerstls Verhältnis zu Mathilde Schönberg, zerstört. Im Sommer 1908 überraschte Schönberg die beiden in flagranti. Zwar drohte Gerstl mit Selbstmord, doch das Ehepaar Schönberg beschloss, der gemeinsamen Kinder wegen, beieinander zu bleiben. Allerdings saß Mathilde Schönberg noch wenige Tage vor seinem Tod in seinem Atelier Modell.

Im Herbst durchbohrte sich Gerstl mit einem Messer und erhängte sich vor einem Spiegel. Zuvor hatte er zahlreiche persönliche Aufzeichnungen und Gemälde verbrannt. 

Folge 8 am 06.06.

Folge 6

Ulrich Wildgruber

Deutscher Schauspieler



Er debütierte 1963 am Wiener Volkstheater in Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder unter der Regie von Gustav Manker als Schweizerkas in einer Aufführung, die in Österreich den Brecht-Boykott brach.

Wildgruber litt zeitlebens an schweren Depressionen. Im November 1999 setzte er seinem Leben an der Küste von Sylt selbst ein Ende. 

Er blieb der Theaterwelt als ein Titan in Erinnerung, der sich auf der Bühne sprichwörtlich die Seele aus dem Leib spielte.

Ulrich Wildgruber (1937–1999) war einer der profiliertesten, eigenwilligsten und kraftvollsten deutschen Theatergaukler und Schauspieler des 20. Jahrhunderts. Er prägte über Jahrzehnte hinweg das deutschsprachige Theater, insbesondere durch seine legendäre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Peter Zadek.

​Wildgruber entsprach nie dem klassischen Bild des eleganten, feingliedrigen Charakterdarstellers. Er war ein Mann von massiver Statur, mit einer unverkennbaren, oft rauen und extrem wandlungsfähigen Stimme. Sein Spiel zeichnete sich durch eine radikale, fast schmerzhafte Ehrlichkeit aus – er konnte auf der Bühne verletzlich und melancholisch sein, im nächsten Moment aber auch eruptiv, laut und grotesk.

​Er spielte an den ganz großen Häusern im deutschsprachigen Raum:

​Schauspielhaus Bochum (unter Zadek in den 1970ern)

​Deutsches Schauspielhaus in Hamburg

​Burgtheater in Wien