
20 teilige Serie
Motorsport Meilensteine
Folge 15
Maserati A6GCS
Spyder
Der A6GCS war kein "Show-Auto", sondern ein reinrassiges Renngerät. Von den insgesamt 52 gebauten Exemplaren des A6GCS/53 haben fast alle eine dokumentierte Rennhistorie. Er sicherte Maserati den Status als ernsthafter Konkurrent zu Ferrari in der kleinen Hubraumklasse.

Die wichtigsten Renneinsätze und Erfolge
Der A6GCS nahm an den prestigeträchtigsten Rennen seiner Zeit teil, oft pilotiert von Werksfahrern oder ambitionierten Privatfahrern ("Gentleman Racers")
Mille Miglia:
Dies war eines der wichtigsten Einsatzgebiete. Im Jahr 1953 gewann ein A6GCS/53 seine Klasse. 1954 erreichte das Team Musso/Zocca auf einem A6GCS sogar den 3. Platz in der Gesamtwertung, was ein enormes Ergebnis war, da sie gegen deutlich leistungsstärkere Fahrzeuge (wie den Ferrari 375 Plus mit V12-Motor) antraten.
Targa Florio:
Auch auf den sizilianischen Straßen war der Wagen sehr erfolgreich. 1954 erzielte Luigi Musso den 2. Gesamtrang.
Giro di Sicilia:
Bei diesem anspruchsvollen Langstreckenrennen feierte der A6GCS zahlreiche Erfolge, darunter Klassensiege und vordere Platzierungen im Gesamtklassement.
Sportwagen-Weltmeisterschaft:
Maserati setzte den Wagen regelmäßig in der 2-Liter-Klasse der Markenweltmeisterschaft ein, wo er in den Jahren 1953 und 1954 oft das dominierende Fahrzeug war.

Der Wagen verdankte seinen Erfolg einer Kombination aus mehreren Faktoren:
Motor:
Der von Gioacchino Colombo überarbeitete 2-Liter-Reihensechszylinder leistete ca. 170 PS, was für das geringe Gewicht von nur etwa 740 kg sehr beachtlich war.
Handling:
Im Gegensatz zu den schweren Boliden der Konkurrenz war der Maserati extrem wendig und zuverlässig, was ihm besonders auf kurvigen Landstraßen (Mille Miglia, Targa Florio) einen Vorteil verschaffte.
Karosserie:
Die meisten Modelle waren offene Barchettas (gebaut von Fantuzzi), die für den harten Renneinsatz optimiert waren. Es gab jedoch auch vier berühmte Berlinetta-Coupés von Pinin Farina, die ursprünglich für die Mille Miglia gebaut wurden, um die Fahrer vor Regen zu schützen.

>> nächste Folge XMAUS Sportcars am 17.05.
