Legendäre Formel 1 Teams

Folge 1


Zakspeed

Von 1985 bis 1989 startete Zakspeed in der Formel 1 und wollte es Ferrari gleichtun. Leider ohne Erfolg.

Zakspeed 841
Zakspeed 841

Der Zakspeed 841 war ein Formel-1-Rennwagen des deutschen Motorsportteams Zakspeed, der 1985 in der Formel-1-Weltmeisterschaft eingesetzt wurde. Das Auto wurde von einem Vierzylinder-Turbomotor angetrieben, den Zakspeed selbst entwickelt hatte. Er galt als der erste Formel-1-Rennwagen seit dem Porsche 804 von 1962, der vollständig in Deutschland entwickelt worden war.

Erich Zakowski unterhielt seit den 1960er-Jahren in Niederzissen eine Ford-Vertretung. Ab 1968 nahm er mit Ford-Fahrzeugen, die sein Betrieb selbst vorbereitet hatte, an Motorsportveranstaltungen teil. In den 1970er-Jahren war Zakspeed ein regelmäßiger Teilnehmer an der Deutschen Rennsport-Meisterschaft, die das Team mehrfach gewann. Zakspeed erhielt in dieser Zeit zunehmend Werksunterstützung. 

Zu Beginn der 1980er-Jahre war Zakspeeds Motorsportprogramm breit aufgestellt: Das Team war mit modifizierten Ford-Fahrzeugen in der Gruppe 2 und der Gruppe 5 engagiert. In den späten 1970er-Jahren wurde Zakspeed zu einem "Turbopionier": Ab 1978 setzte das Team selbst entwickelte aufgeladene Vierzylindermotoren im Rennsport ein, die auf Ford-Blöcken basierten. 

Die über 700 PS starken Zakspeed-Rennwagen, die auf Serienmodellen von Ford wie dem Capri beruhten, gehörten in ihren Serien zu den leistungsfähigsten Fahrzeugen, und Zakspeeds Erfahrung im Umgang mit aufgeladenen Rennsportmotoren wuchs zunehmend.

Hinter dem Projekt steht Teamgründer Erich Zakowski (Bild). Er will es Ferrari und Renault gleichtun: Zakspeed entwickelt und baut sowohl Auto als auch Antrieb selbst.

1987 gibt der Zakspeed 871 in Imola sein Debüt - und Team-Neuzugang Martin Brundle schafft die Sensation: Er fährt von Startplatz 16 auf Platz fünf nach vorne und holt erstmals Punkte für Zakspeed. Es sollten die einzigen bleiben in der Formel 1.

Berühmte Fahrer wenig Erfolge:

Christian Danner

Manfred Winkelhock

Bernd Schneider

Zakspeed 871
Zakspeed 871

Zakspeed plante zunächst das Formel-1-Debüt für den Großen Preis von Deutschland 1984. Aufgrund von Verzögerungen im Produktionsprozess hatte das Team zu dieser Zeit jedoch nicht genügend Material für die Aufnahme des Rennbetriebs zur Verfügung.

Allerdings legte Zakspeed die öffentliche Vorstellung des 841 auf das Wochenende des Großen Preises von Deutschland. Der Wagen war zu dieser Zeit silberfarben lackiert. Nach dem Ende des Rennens führte Manfred Winkelhock auf dem Hockenheimring einen sogenannten Shakedown durch, der nach Aussagen der Zakspeed-Techniker weitgehend problemlos verlief. Im Laufe des Jahres 1984 folgten weitere Testfahrten in Misano mit Winkelhock und, im Dezember 1984, auf dem Circuit Paul Ricard in Südfrankreich. Diese Tests führte Jonathan Palmer durch.

Aus Kostengründen beschränkte sich Zakspeed in der ersten Formel-1-Saison auf die europäischen Rennen. Das Team meldete ebenso wie Spirit, Minardi und Osella nur ein Auto. Als Fahrer wurde Jonathan Palmer verpflichtet, da Winkelhock, der Testfahrer des vergangenen Jahres, zwischenzeitlich bei RAM Racing unter Vertrag stand. Nachdem Palmer beim 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps verunglückt war und daraufhin für mehrere Wochen ausfiel, ersetzte Zakspeed ihn für die letzten Rennen des Jahres durch Christian Danner, der hier sein Formel-1-Debüt gab und ohne Gage antrat.

Der spätere DTM-Champion Bernd Schneider sorgt mit P12 am Hockenheimring für das beste Zakspeed-Ergebnis des Jahres. Weiter nach vorne kommt das deutsche Team in der Formel 1 nicht mehr.