
Peter Stöger
(geboren am 11. April 1966 in Wien) ist einer der bekanntesten und profiliertesten Fußballtrainer und -funktionäre Österreichs.
Nach einer erfolgreichen Karriere als Spieler hat er sich vor allem in der deutschen Bundesliga sowie in seiner Heimat einen Namen gemacht.
Seit Sommer 2025 ist er Cheftrainer beim österreichischen Traditionsverein SK Rapid Wien, wo er einen Vertrag bis 2027 unterschrieben hat.

Erfolge als Trainer & Funktionär
Stöger gilt als Fachmann für Klubs mit einem hochemotionalen Umfeld. Zu seinen größten Erfolgen auf der Trainerbank zählen:
1. FC Köln: Er übernahm die Geißböcke 2013, führte sie als Meister der 2. Bundesliga zurück ins deutsche Oberhaus und schaffte 2017 nach einer sensationellen Saison sensationell die Qualifikation für die Europa League. Er genießt in Köln bis heute Kultstatus.
Borussia Dortmund: Nach seinem Abschied aus Köln übernahm er im Dezember 2017 kurzzeitig den BVB, stabilisierte die Mannschaft und führte sie auf Platz 4 in die Champions League.
FK Austria Wien: Mit seinem Stammklub feierte er ebenfalls große Erfolge. Er holte als Trainer zweimal den österreichischen Meistertitel (u.a. in der Saison 2012/13) und zweimal den ÖFB-Cup. Später war er dort auch als Sportvorstand tätig.
Weitere Stationen: Er trainierte unter anderem Ferencváros Budapest, First Vienna FC und war vor seinem Engagement bei Rapid Wien als Sportdirektor beim VfB Admira Wacker Mödling aktiv.
Seine Zeit als Spieler
Bevor er an die Seitenlinie wechselte, war Stöger ein erfolgreicher Mittelfeldakteur:
Er absolvierte 65 Länderspiele für die österreichische Nationalmannschaft (15 Tore) und stand im Kader der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich.
In der österreichischen Bundesliga spielte er für die beiden großen Wiener Rivalen. Mit der Austria holte er drei Meistertitel, mit Rapid wurde er 1996 Meister und erreichte im selben Jahr das Finale des Europacups der Pokalsieger.

Philosophie und Trainertyp
Stöger gilt in der Branche als hervorragender Kommunikator, der viel Wert auf das Mentale und die Teamchemie legt. Taktisch bevorzugt er häufig ein variables, stabiles System (wie ein 4-2-3-1), setzt auf spielerische Klarheit und ein starkes Leistungsprinzip. Bekannt ist er zudem für seinen Wiener Schmäh und seine Gelassenheit im Umgang mit Medien und dem oft unruhigen Umfeld großer Traditionsvereine.
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