
Carlo Abarth
österreichisch-italienischer Motorradrennfahrer und Unternehmer
Die Legende von dem 1908 in Wien geborenen Karl Abarth beginnt mit einem Wettkampf.
Nicht mal 11 Jahre alt ist der kleine Karl, als er Ledergurte um die hölzernen Räder seiner Seifenkiste spannt, um schneller sein zu können als die Nachbarskinder.
Dieses Erlebnis fließt in die DNA Karl Abarths ein, der sich dem Bann des Rennsports nicht mehr entziehen wird und von Wettstreit zu Wettstreit und von Rekord zu Rekord jagt.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war Abarth bekannt für sein Motorradgespann, das er so umgebaut hatte, dass Schräglagen bei Kurvenfahrten möglich waren. Mit dieser Maschine gewann er 1934 ein spektakuläres Rennen gegen den Orient-Express auf der 1300 km langen Strecke zwischen Ostende und Wien. Nach mehreren Unfällen stellte Carlo Abarth die Motorradrennaktivitäten ein. Im Zweiten Weltkrieg lebte und arbeitete er in Laibach. Nach dem Krieg lebte er zunächst in Meran, der engeren Heimat seiner Vorfahren.
Carlo Abarth gründete 1949 zusammen mit Armando Scagliarini in Bologna die Firma Abarth, verlegte aber kurz nach der Gründung den Geschäftssitz nach Turin. Abarth übernahm von der zahlungsunfähigen Firma Cisitalia des Textilindustriellen Piero Dusio die Rennfahrzeuge und entwickelte sie als "Squadra Carlo Abarth" weiter. Abarth wurde sowohl als Anbieter von Fahrzeugtuning wie auch als Hersteller von Eigenkonstruktionen bekannt.

Das erste Fahrzeug ist der 204 A Roadster, auf Basis eines FIAT 1100. Mit ihm gewinnt man umgehend die 1100 Sport wie auch Formel 2 Meisterschaft. Ausser in den Rennsport steigt die Firma in die Produktion von Zubehör zur Veredelung ein, die die Performace, Leistung und Geschwindigkeit von Straßen-Fahrzeugen verbessern.
Innerhalb weniger Jahre kommt Abarth & C. auf 375 Angestellte und 300,000 produzierte Auspuffanlagen im Jahr.

Im Alter von 57 Jahren bricht Karl Abarth den Beschleunigungs-Rekord am Lenkrad seines Fiat Abarth "1000 monoposto record". Am darauffolgenden Tag holt er sich den gleichen Rekord in der Klasse für Einsitzer. Um die Rennwagen besteigen zu können, hatte er mithilfe einer Apfeldiät 30 kg abgenommen.
1971 verkaufte Carlo Abarth Namensrechte und Fertigungsstätten an Fiat und zog sich nach Wien zurück. Einige Jahre war er noch als Berater für das Unternehmen tätig.
ABARTH heute
Die Marke ABARTH bewahrt ihre einzigartige DNA und bleibt ein Synonym für Performance, fahrerische Leidenschaft und sportliche Ausstrahlung.
Die Geschichte des Skorpions wird fortgeschrieben. Durch neue Herausforderungen. Durch die Entwicklung einzigartiger Fahrzeuge. Durch das Glück, das man empfindet wenn man diese Autos fährt.
