Mária Telkes


Mária Telkes (1900–1995) war eine ungarisch-US-amerikanische Biophysikerin, Ingenieurin und Erfinderin, die als eine der wichtigsten Pionierinnen der Solarenergie gilt. 

Aufgrund ihrer bahnbrechenden Arbeiten auf diesem Gebiet erhielt sie auch den Spitznamen "Sun Queen" (Sonnenkönigin).

Wichtige Meilensteine und Erfindungen:

​Dover Sun House (1948): Zusammen mit der Architektin Eleanor Raymond entwarf sie eines der ersten solarbeheizten Wohnhäuser. Telkes nutzte dafür Glaubersalz als chemisches Phasenwechselmaterial, um die Sonnenwärme effizient zu speichern.

​Tragbarer Solardestillator: Während des Zweiten Weltkriegs erfand sie ein kompaktes Gerät zur Entsalzung von Meerwasser mithilfe von Sonnenstrahlung. Dieses rettete vielen im Meer gestrandeten Soldaten und Piloten als Notfallausrüstung das Leben.

​Solarkocher und Thermoelektrik: Sie entwickelte erschwingliche Solarkocher für Entwicklungsländer sowie Geräte, die Sonnenwärme direkt in elektrische Energie umwandeln konnten.

​Materialien für die Raumfahrt: Später forschte sie an Spezialmaterialien, die extremen Temperaturen im Weltraum standhalten konnten.

​Biografischer Hintergrund:

​Telkes wurde am 12. Dezember 1900 in Budapest geboren, wo sie in Physikalischer Chemie promovierte. 1925 wanderte sie in die USA aus und forschte unter anderem am rennomierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Sie hielt im Laufe ihrer Karriere über 20 Patente für solartechnische Entwicklungen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihr Lebenswerk.

​Mária Telkes starb am 2. Dezember 1995 während eines Besuchs in ihrer Geburtsstadt Budapest.