Queer Art

Paul Mpagi Sepuya

Paul Mpagi Sepuya ist ein US-amerikanischer Künstler und Fotograf (geboren 1982 in San Bernardino, Kalifornien), der in Los Angeles lebt und arbeitet. Er gehört zu den profiliertesten Stimmen der zeitgenössischen Fotografie.

​Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Studio-Porträt-Fotografie, queerer Kultur und einer tiefen Auseinandersetzung mit der Geschichte und dem Material der Fotografie selbst.

Große Einzelausstellungen im deutschsprachigen Raum: Seine international beachtete Werkschau "Focus. Desire." feierte im Frühjahr im Fotomuseum Winterthur in der Schweiz Premiere. 

Ab Juli ist die Ausstellung unter dem Titel "Im Blick des Begehrens" im Sprengel Museum Hannover zu sehen.

Anstatt klassische, "perfekte" Porträts zu machen, blickt Sepuya hinter die Kulissen des Entstehungsprozesses. Das Fotostudio ist für ihn nicht nur ein Arbeitsraum, sondern ein Ort der Begegnung, des Begehrens und des Experiments.

​Spiegel und Fragmente: Sepuya arbeitet exzessiv mit großen Spiegeln, Vorhängen und Fotocollagen direkt im Raum. Oft sieht man in seinen Bildern die Kamera selbst, ein Stativ, ein Stück Stoff oder die Hand des Künstlers, die ein anderes Foto vor die Linse hält. Er zerlegt den Körper und den Raum in Fragmente.

​Queere und Schwarze Identität: In seinen Bildern lichtet er sich selbst, Freund*innen, Lover und andere Künstler*innen ab. Dabei setzt er sich intensiv mit homoerotischem Begehren, queeren Netzwerken und der Frage auseinander, wie Schwarze und queere Körper historisch in der Fotografie dargestellt – oder ausgeschlossen – wurden.

​Das Spiel mit dem Betrachter: Seine Bilder sind visuelle Rätsel. Durch die Schichtung von Spiegelungen ist oft nicht sofort klar, wo die Realität aufhört und die Reflexion anfängt. Als Betrachter*in wird man direkt einbezogen, bleibt aber gleichzeitig von der Intimität der Szene ausgeschlossen.

nächste Folge am 01.07.