Dolly Parton

Sie galt als "Queen of Country Music" und prägte die Musik- und Popkultur über Jahrzehnte hinweg.

Parton wuchs mit elf Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen in den Smoky Mountains auf. Mit sieben Jahren begann sie Gitarre zu spielen, trat mit zehn im Fernsehen auf und zog direkt nach ihrem Schulabschluss 1964 nach Nashville.

Dolly Partons Weg zur globalen Popkultur-Ikone beruht auf einer einzigartigen Mischung aus musikalischem Ausnahmetalent, radikaler Authentizität und schlauem Business-Sinn.

Unter der bunten Hülle steckte eine der begabtesten Songwriterinnen der Musikgeschichte. Ihre Texte erzählten echte, oft traurige Geschichten der Arbeiterschicht (Coat of Many Colors), was ihr tiefen Respekt einbrachte.

Neben Hits für sich selbst schrieb sie I Will Always Love You, das später durch Whitney Houston zu einem der weltweit meistverkauften Songs aller Zeiten wurde.

Bekannt für ihre blonden Perücken, glamorösen Outfits und feinen Selbsthumor ("Ich weiß ja selbst am besten, dass ich nicht dumm bin – und nicht blond").

In einem stark polarisierten Amerika schaffte Parton das seltene Kunststück, von konservativen Country-Fans im ländlichen Raum ebenso verehrt zu werden wie von der LGBTQ+-Community und der urbanen Pop-Welt.

​Sie hielt sich aus parteipolitischer Tagespolitik heraus und konzentrierte sich stattdessen auf universelle Nächstenliebe und Wohlfahrt (wie ihre globale Buch-Stiftung Imagination Library).

Parton befürwortete öffentlich die gleichgeschlechtliche Ehe. Da sie aus dem als konservativ geltenden sogenannten Bible Belt stammte, hatte sie wegen ihrer Unterstützung der Gay-Community mit Boykotten und Morddrohungen zu kämpfen.

​Durch diese Kombination aus musikalischer Exzellenz, humorvoller Selbstbehauptung und bedingungsloser Empathie wurde Dolly Parton von einer einfachen Sängerin aus Tennessee zu einer zeitlosen Kulturikone.

Dolly Parton starb am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren im Vanderbilt-Ingram Cancer Center in Nashville an den Folgen einer Krebserkrankung. 

US-Präsident Donald Trump ordnete zu ihrem Gedenken eine einwöchige bundesweite Trauerbeflaggung an.

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