Bundesgefängnis ADX Florence

Bekannte Insassen:
Dzhokhar Tsarnaev
Einer der beiden Attentäter des Anschlags auf den Boston-Marathon 2013.
Ramzi Yousef
Der Drahtzieher des ersten Bombenanschlags auf das World Trade Center 1993.
Robert Hanssen († 2023)
Ein ehemaliger FBI-Agent, der über Jahrzehnte Staatsgeheimnisse an Moskau verriet.
Bild: Zelle

Das Bundesgefängnis ADX Florence (offiziell United States Penitentiary, Administrative Maximum Facility) im US-Bundesstaat Colorado gilt als das sicherste Gefängnis der Welt.
Es wird oft als "Alcatraz der Rocky Mountains" oder schlicht als "Supermax" bezeichnet.
Das Gefängnis wurde gebaut, um die absolut gefährlichsten Kriminellen des US-Gefängnissystems zu isolieren – Menschen, von denen selbst in normalen Hochsicherheitsgefängnissen eine extreme Gefahr für Wärter oder Mitinsassen ausgeht. Seit der Eröffnung im Jahr 1994 ist dort noch nie jemandem die Flucht gelungen.
Das Prinzip der totalen Isolation
Das Leben im ADX Florence ist darauf ausgelegt, jeglichen menschlichen Kontakt auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Die Bedingungen werden von Menschenrechtsorganisationen oft scharf kritisiert, da sie psychisch extrem zermürbend sind:
23 Stunden Einsamkeit: Die Insassen verbringen 23 Stunden am Tag in einer knapp 7 bis 8 Quadratmeter großen Einzelzelle.
Möbel aus Beton: Bett, Schreibtisch, Hocker und die Dusche sind komplett aus gegossenem Beton gefertigt, damit daraus keine Waffen oder Werkzeuge gebaut werden können.
Kein Blick nach draußen: Das einzige Fenster ist ein schmaler Schlitz (ca. 10 cm breit), der nur den Blick auf den Himmel erlaubt. Die Häftlinge wissen zu keinem Zeitpunkt, wo genau sie sich im Gesamtkomplex befinden.
Isolierter "Hofgang": Für eine Stunde am Tag dürfen die Gefangenen in einen kleinen, von Betonmauern umgebenen Innenhof, der oben mit Gittern gesichert ist – ebenfalls komplett allein.