Besondere Türkonzepte

Deutscher PKW Hersteller

Bei der kleinen Isetta von BMW ist die Tür vorne links angeschlagen und öffnet nach vorne. Die Lenkstange bewegt sich mit, dies erleichtert den Einstieg in das kleine Auto auch für große Menschen. Erfunden hat diese Technik die Firma ISO aus Italien. Verschiedene Unternehmen bauten die Isetta ab 1954 in Lizenz bis in die 1960er Jahre weiter. Am erfolgreichsten und bekanntesten wurde die BMW Isetta.

Die Flügeltüren beim Mercedes 300 SL sind sowohl legendär als auch genial. Der Einstieg war allerdings wegen der hohen Türkante recht mühsam. Um dem Fahrer den Einstieg überhaupt zu ermöglichen, lies sich das Lenkrad umklappen.

IFA F8
IFA F8

Die sogenannten "Selbstmördertüren" wie hier beim IFA F8 waren bei deutschen Autos recht selten montiert. Mitte der 60er Jahre wurden diese sogar verboten. Die Gefahr aus dem Auto zu fallen, erschien den Verantwortlichen zu groß. Heute mit modernerer Technik gibt es wieder PKW mit diesem Türkonzept, allerdings keine deutschen. 

Selbstmördertür wird umgangssprachlich eine Fahrzeugtür genannt, die nicht vorne, sondern hinten angeschlagen ist. Diese Bauart ist wegen des größeren Platzangebots beim Ein- und Aussteigen (Freihalten des Trittbereichs neben dem Auto und griffgünstigere Lage der Türöffner) in der Regel bequemer.

Messerschmitt
Messerschmitt

Der Messerschmitt Kabinenroller öffnet seine einzige und große Tür nach oben, beim BMW Z1 öffnen die Türen nach unten. Beim Z1  tragen die Türen nicht zur Stabilität der Karosserie bei und sind in den Seitenschwellern versenkbar, so dass mit offenen Türen gefahren werden kann. Dieses Türkonzept war und ist einzigartig. Es gibt kein zweites Serienfahrzeug mit solchen türen.

BMW Z1
BMW Z1

In der heutigen Zeit, sind die Autohersteller weniger mutig als in den 50er und 60er Jahren. Anders bei Opel und BMW. Beim Opel Meriva B gibt es gegenläufig öffnende Türen vorne und hinten. Die Kombination Vordertüren vorne angeschlagen und Hintertüren hinten angeschlagen nennt sich Portaltür. Wird dabei auch noch auf die B-Säule verzichtet, bietet diese Lösung unter den Anschlagtüren die größtmögliche Bequemlichkeit beim Ein- und Aussteigen. Hinten angeschlagene Türen waren bereits in den Anfangstagen der geschlossenen Karosserien üblich. 

Es gibt beim Meriva zur Stabilität trotzdem eine B-Säule.

Beim Leichtfahrzeug Opel Rocks sind die Türen links und rechts verschieden angeschlagen. Allerdings nicht aus Design, sondern aus Kostengründen. Die Türen könnten theoretisch getauscht werden. Die Produktion ist daher günstiger.

Portaltüren wie beim Meriva gibt es auch beim BMW i3. 

Beim BMW allerdings ohne B-Säule.

BMW i3
BMW i3

Der Mercedes SLS folgt weitestgehend dem Konzept seines Vorgängers aus den 50er Jahren, dem 300 SL. Sicherlich war dies nicht unbedingt notwendig, sondern eher ein Design und Retro Merkmal um an den 300 SL zu erinnern.

Mercedes SLS
Mercedes SLS

Eine häufig als Schmetterlingstüren bezeichnete Mischform aus Scheren- und Flügeltüren kommt u. a. beim BMW i8, beim McLaren F1 und beim Ferrari Enzo Ferrari zum Einsatz. Bei dieser Konstruktion öffnen die Türen nach vorn oben, schwingen dabei aber auch zur Seite und öffnen einen Teil des Daches.

BMW i8
BMW i8