Traumwagen der DDR
Der "schöne" Osten
Die meisten Menschen denken beim Thema DDR an die kleinen Trabis und den Wartburg 353. Doch es gab auch im osten tolle uns schöne Automobile, die heute noch eine gute Figur machen. Autos die Traumwagen waren und sind. Wir möchten euch vier dieser tolles Fahrzeuge kurz vorstellen.

AWZ P70 Coupé
Das P 70 Coupé mit Stahlblechkarosse und sportlichem Design wurde erstmals auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1957 vorgestellt, gefertigt im VEB Automobilwerk Zwickau. Der renommierten Karosseriefirma Gläser aus Dresden gelang mit dem kurzem Dach, der aggressiven Frontpartie, der markanten Kühlerhaube und den ohne B-Säulen versenkbaren Seitenscheiben ein großer Wurf.


Wartburg 313 Sport
Dieser 2-sitzige Roadster basierte auf dem Wartburg 311. Der Sport markiert den Höhepunkt möglicher Variantenvielfalt im damaligen Fahrzeugangebot des Herstellers. Er wurde stets mit abnehmbarem Hardtop aus Stahlblech ausgeführt, ab 1958 war zusätzlich ein Faltverdeck lieferbar. Der Sportwagen war serienmäßig ein echter Zweisitzer. Umbauten auf 2+2-Sitzer sind bekannt, aber selten.
Hergestellt wurde das Fahrzeug zunächst in Eisenach (1957/1958), im Jahr 1959 im Karosseriewerk Dresden und 1960 wieder im Eisenacher Stammwerk. Insgesamt wurden 469 Einheiten produziert, 143 gingen in den Export, acht Exemplare sogar in die USA.


Wartburg 311 Coupé
Vom Karosseriewerk Meerane wurde der Wartburg 311 ab 1957 als Coupé gefertigt, anfangs in einer aufwändigen Dreifarblackierung mit geraden Zierleisten. Zugunsten der Fertigung des Trabant P 50 Universal wurde die Produktion des Coupés 1959 nach Dresden verlegt. Es folgte eine neue Gestaltung in geschwungener Zweifarblackierung, die als sehr harmonisch gilt und die ohnehin gelungene Karosserieausformung besonders zur Geltung bringt.
Die große Panoramaheckscheibe war nur in den ersten Jahren einteilig ausgeführt. 1963 wurde im Karosseriewerk Dresden eine neue Lacktaktstraße einführt, die nun auch für die dort produzierten Camping- und Coupé-Karosserien eine Kunstharzlackierung ermöglichte (zuvor Nitrolack). Bis 1965 wurden 5487 Coupés hergestellt.


Melkus RS 1000
Sportwagen auf der Basis des Wartburg 353, der unter Leitung des Dresdner Rennfahrers Heinz Melkus als zweisitziges Sportcoupé entwickelt wurde. Von 1969 bis 1979 wurden 101 Exemplare gebaut. Das "RS" im Namen steht für "Rennsportwagen".
Der RS 1000 ist ein auf einem modifizierten Rohrrahmen des Wartburg 353 aufgebauter Mittelmotor-Sportwagen mit Kunststoffkarosserie und Flügeltüren.
Die Idee des Melkus RS 1000 geht auf den Lotus Elan zurück, den Heinz Melkus bei einer Rennveranstaltung 1963 im 22. Wiener Gemeindebezirk beobachtete. Er fasste den Entschluss, einen ähnlichen Sportwagen in der DDR zu bauen.
