
Puch Museum
Judenburg / Österreich

Das Puch Museum Judenburg freut sich auf Ihren Besuch!
Der Puch 500, das Puch Maxi, Pinzgauer und Puch G sowie das breite Angebot an Mofas, Mopeds, Motorrädern und Fahrrädern haben weltweit Erfolge gefeiert.
Das Puch Museum Judenburg widmet sich der Marke Puch und den Menschen, die hinter diesen einzigartigen Entwicklungen standen.
Meilensteine der Fahrzeugentwicklung zu einem Gesamterlebnis verständlich und übersichtlich aufbereitet, versetzen alle Besucher ins Staunen. Zurück versetzt in die 50iger und 60iger Jahre ist das Puch Museum Judenburg ein Erlebnis für die ganze Familie.
Erinnerungen und Nostalgie für die Besucher, die die Erfolgsgeschichte von Puch selbst miterleben konnten und für die junge Generation, die die Faszination von Zwei- und Vierrädern hautnah erleben kann.
Der Zauber des Puch 500, das Geländefeeling mit Pinzgauer und Haflinger, das Freiheitsgefühl auf einer Puch Maxi und den Motorrädern sowie die Erlebnisse aus Jugendjahren auf den Fahrrädern von Puch.
Sonderausstellung: Puch-Motocross-Maschinen, darunter das Weltmeister-Motorrad der belgischen Motorsportlegende Harry Everts.
Nach dem Vorbild und nach dem Leben von Johann Puch (27.6.1862 bis 19.07.1914) orientiert sich das Puch Museum Judenburg an seiner Geschichte und an seinem Lebenswerk: Die Puch Zwei- und Vierradfahrzeuge. Auf übersichtlichen Schau- und Zeittafeln finden Sie eine kurze Biografie vom Begründer Johann Puch sowie die Entwicklung der "Marke Puch" - vom ersten Erzeugnis bis hin zur Museumseröffnung in Judenburg.


Steyr-Puch 500

1957 wurde der Steyr-Puch 500 Modell Fiat eingeführt. Aus Kostengründen wurde auf eine eigene Karosseriefertigung verzichtet und eine Rohkarosserie des Fiat Nuova 500 übernommen. Der von Erich Ledwinka für dieses Fahrzeug entwickelte luftgekühlte Boxermotor mit rund 16 PS (12 kW) ermöglichte für damalige Verhältnisse gute Fahrleistungen, vor allem bei Bergfahrten.
Dem Fiat 500 mit Reihenmotor war der Steyr-Puch bei gleichem Benzinverbrauch und größerer Laufruhe deutlich überlegen. Auch das von Anfang an vollsynchronisierte Getriebe war fortschrittlich und vorteilhaft auf bergigen Straßen.
Die Cabriolimousinen-Variante dieses Modells sollte in erster Linie Motorradfahrer als mögliche Käufer ansprechen.

Ab 1959 wurde von Fiat die gesamte Karosserie einschließlich Dach übernommen (Puch 500 D – wie "Dach"). Aus Rationalisierungsgründen kam darüber hinaus ab 1969 die gesamte Technik einschließlich Getriebe von Fiat und nur noch der Motor von Puch. Ab 1973 wurde noch kurze Zeit anstatt des Fiat Nuova 500 der Nachfolgetyp Fiat 126 mit Boxermotoren ausgestattet.
Der Verkauf des Kleinwagens verlief erfolgreich, von den fast 60.000 in den Jahren 1957 bis 1975 produzierten Fahrzeugen wurden trotz Lizenzklauseln seitens Fiat auch viele außerhalb Österreichs abgesetzt, die meisten nach Deutschland; nur je ein Stück ging nach Japan, Guatemala und in die USA. Der finnische Nutzfahrzeughersteller Suomen Autoteollisuus (der auch lange im PKW-Import tätig war) hat Steyr-Puch-Kleinwagen nach Finnland importiert.

Motorsport
Der Typ 650 TR II war zu seiner Zeit in der FIA-Gruppe 2 bis 700 cm³ homologiert und durch die Motorbauweise stärker einzuschätzen als die Konkurrenz aus dem Hause Abarth. Einer der Höhepunkte war 1966 der Rallye-Europameistertitel der Gruppe-2-Tourenwagen des Polen Sobiesław Zasada.
Populärkultur
In einigen Folgen der Münsterland-Tatort-Filme fährt die von Christine Urspruch gespielte Figur Silke Haller einen Puch 500.