Mörder in der DDR: Hilmar Swinka tötete drei Frauen – und trank Blut!

Auch in der DDR gab es Mörder, deren Taten die Menschen schockierten. Einer von ihnen war Hilmar Swinka – in einer Nacht tötete er drei Frauen.

Leider gibt es nur dieses eine schlechte Bild von ihm
Leider gibt es nur dieses eine schlechte Bild von ihm

Hilmar Swinka kam bereits im Jahr 1938 in Berlin zur Welt. Er galt schon zu Schulzeiten als Einzelgänger und Außenseiter – Eigenschaften, die vielleicht auch damit zusammenhingen, dass sein Vater die Familie nach der Kriegsgefangenschaft verlassen hatte, dass Hilmar Swinka bei seiner Mutter aufwuchs. Nach der Schule startete er in der DDR eine Lehre zum Bauschlosser, beendete diese aber nicht. Weil er wegen einer Netzhautablösung und den daraus resultierenden Augenproblemen eine Brille tragen musste, wurde er laut Berichten gehänselt.

Weil sich Hilmar Swinka irgendwie durchsetzen wollte, trat er in der DDR einem Boxclub bei. Die Folge: Er fiel immer wieder mit Schlägereien auf, wurde wegen verschiedener Gewaltdelikte bestraft, unter anderem wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Nach verschiedenen Gelegenheitsjobs bekam Hilmar Swinka eine Anstellung als Laborassistent in der Pathologie der Charité in Berlin. 

Später assistierte er hier bei Sektionen. Sein Interesse für den Job wuchs und wuchs – privat soll er sich zu der Zeit eine Messersammlung angelegt haben. Außerdem soll er damit aufgefallen sein, dass er immer wieder Skalpelle mitgehen ließ.

In den darauffolgenden Jahren wurde Hilmar Swinka handgreiflich gegenüber Frauen. So lernte er im Jahr 1961 eine Frau namens Karin H. kennen. Sie wurde schwanger, die beiden verlobten sich. Doch während einem seiner Gewaltausbrüche soll Swinka die Einrichtung der gemeinsamen Wohnung zerstört haben, außerdem verprügelte er die alarmierten Einsatzkräfte der Polizei. Auch gegenüber anderen zeigte er sich gewalttätig und übergriffig, wurde in der DDR zu anderthalb Jahren Haft wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt.

DDR-Mörder Hilmar Swinka saß zuletzt in Leipzig in Haft, wurde hier 1970 hingerichtet.
DDR-Mörder Hilmar Swinka saß zuletzt in Leipzig in Haft, wurde hier 1970 hingerichtet.

Nach der Freilassung im Jahr 1967 zog er zu seiner Mutter. Am 13. Februar 1969 kam es dann zu den blutigen Taten, die viele Menschen in der DDR erschüttern sollten: Nach einem Kartenspiel, bei dem er einen Mann verprügelt hatte, beschloss Hilmar Swinka, seine Ex-Frau zu ermorden. Um sich darauf vorzubereiten, besuchte er die 46 Jahre alte Inge Sch., eine ehemalige Verlobte. Als die beiden miteinander im Bett lagen, soll er sie zuerst gewürgt haben, bis sie bewusstlos war, sich dann ein mitgebrachtes Brotmesser gegriffen haben. Der Mörder schlitzte ihr den Hals auf und stach immer wieder auf die Frau ein, danach schnitt er ihr den Bauch auf.

Nach der Tat reinigte er das Messer, steckte es ein. Kurze Zeit später verübte er den nächsten Grusel-Mord. Dieses Mal besuchte Hilmar Swinka die 37 Jahre alte Ursula K., die er erst kürzlich kennengelernt hatte. Auch hier sollte es offenbar zum Geschlechtsverkehr kommen, doch Hilmar Swinka würgte auch sie, schnitt ihr mit dem Brotmesser den Hals durch und verpasste ihr einen Stich ins Herz. 

Danach sezierte er das Opfer mit einem sogenannten Kragenschnitt – er schlitzte die Leiche von Schulter zu Schulter auf und zog den Schnitt über die Brust, den Bauch und die Leiste bis zur rechten Kniescheibe.



>> Hilmar Swinka wurde ins Gefängnis gesteckt und später wegen dreifachen Mordes zum Tode verurteilt. Er wurde am 1. Oktober 1970 in der Zentralen Hinrichtungsstätte der DDR in der Strafvollzugsanstalt Leipzig durch einen Kopfschuss hingerichtet. Die Geschichte des Mörders wurde in mehreren Büchern verarbeitet, unter anderem in "Blutspuren" von Hans Girod und in "Serienmörder der DDR" von Hans Thiers. 

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