La Cinquecento Fiat 500 Scattante

So klein kann Restomod sein


Ein alter Fiat 500 ist ein liebenswertes Auto. In der britischen Restomod-Variante 500 Scattante wird er nahezu unwiderstehlich.

In der Scheune der Familie von Max Kindersley stand 25 Jahre unberührt ein Fiat 500 aus dem Jahr 1973. Eigentlich wollte der Brite, der im Hauptberuf Modefotograf ist, den kultigen Kleinwagen nur wiederbeleben. Am Ende kam dabei ein echtes Restomod-Projekt heraus. Das möchte Kinderley jetzt mit anderen Fiat 500-Fans teilen und bietet die Modernisierung zum Kauf an. Allerdings nur in einer extrem limitierten Auflage und jedes Exemplar soll individuell auf seinen neuen Besitzer zugeschnitten werden.

Wie ein Fiat 500 Scattante aussehen könnte, zeigt Kinderley mit seinem ersten fertigstellten Prototyp – dem 500er aus der eigenen Scheune. Die Optik sollte erhalten bleiben, der Auftritt aber dennoch einprägsamer werden. In Zusammenarbeit mit dem Mailänder Designstudio BorromeodeSilva erhielt der Fiat 500 verbreiterte Radhäuser, eine breitere Spur und breitere Räder, neu gezeichnete Seitenschweller und von Rallyefahrzeugen inspirierte Zusatzscheinwerfer an der Front.

Im Heck bleibt es bei einem Zweizylinder. Allerdings adaptierte Kinderley hier den Motor aus dem Fiat 126. Gedopt wird der mit einem auf 800 ccm vergrößerten Hubraum, einem Doppelvergaser einer Doppelzündung sowie einer komplett neuen Elektrik. Für Standfestigkeit soll eine optimierte Gebläsekühlung – der Zweizylinder ist luftgekühlt – sorgen. Leistungswerte nennt der Restomodder nicht. In der Serienbasis kam der Twin auf 24 PS, die dürfte er in der modifizierten Form deutlich übertreffen, wobei der Fokus nicht auf Maximalleistung, sondern Fahrbarkeit und Drehmoment lag. 

Knackige Fahrleistungen sind so bei einem Fahrzeuggewicht von nur 650 Kilogramm dennoch garantiert.

Gebaut werden sollen vom Fiat 500 Scattante nur ein paar handvoll Exemplare. Interessenten können sich bei Kindersley bereits vormerken lassen. Auch wenn der Scattante an sich nur sehr klein ist, kann der aufgerufene Preis bei den Großen mitspielen. 150.000 Pfund soll der Umbau eines 500ers kosten – umgerechnet sind das rund 175.000 Euro. 

Dafür bekommt man aber auch eher ein Kunstwerk, als einfach einen Kleinwagen.