Mike Hawthorn
Formel-1-Weltmeister des Jahres 1958
Er gilt als Hauptverursacher für die Katastrophe von Le Mans im Jahr 1955, bei der 84 Menschen ums Leben kamen. 1959 starb er bei einem Unfall mit seinem Privat PKW.

Lange Zeit galt Hawthorn als ausgesprochener Partylöwe und "prankster" (Scherzbold), der sowohl bei schönen Frauen als auch bei einem guten Tropfen Alkohol zum Schreck seines Teams selbst vor Renntagen nicht "nein" sagen konnte.


Am Abend des 22. Januar 1959 lief Hawthorn bei starkem Regen mit seinem Jaguar Mark I auf der Umgehungslandstraße bei Guildford auf einen Mercedes-Benz 300 SL auf und überholte ihn spontan. Beim Überholvorgang erkannte er in dem Fahrer einen Bekannten, den schottischen Rennstallbesitzer Rob Walker, den er zu einem Wettrennen herausforderte.
Walker wollte nicht zurückstecken, musste jedoch bald die Überlegenheit Hawthorns anerkennen. Kurz darauf verlor Hawthorn in einer langgezogenen Linkskurve bei starkem Seitenwind und Aquaplaning angesichts eines entgegenkommenden Lkw die Gewalt über seinen Wagen, prallte gegen eine Eiche und starb an seinen schweren Kopfverletzungen.
Die Obduktion wie auch die Ergebnisse einer Operation von 1954 ergaben den schwachen Trost für seine Angehörigen, dass er wegen seines Nierenleidens nur noch wenige Jahre zu leben gehabt hätte, und erklärten damit seine von der Fachwelt bis dahin registrierten Formschwankungen.
Er galt bei vielen Rennsport-Journalisten nach wie vor als der unbeliebteste Weltmeister.
Mike Hawthorn war der erste Engländer, der nach dem Zweiten Weltkrieg einen regulären Grand-Prix-Sieg und einen Formel-1-Weltmeistertitel erringen konnte und damit eine lange Tradition englischer Dominanz im Motorsport begründete.
