LEDL
Der Ledl AS (das Kürzel steht für Austrian Sportscar) gilt als eines der wenigen echten Serienfahrzeuge der österreichischen Nachkriegsgeschichte.
Günter Ledl gründete das Unternehmen mit der Vision, Leichtbau-Fahrzeuge aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) zu bauen.
Entwickelt und gebaut wurde der kompakte Mittelmotorsportwagen ebenfalls von Günter Ledl in Tattendorf (Niederösterreich).

Geschichte: Nach der Produktion von über 800 VW-Buggys stellte Ledl Ende der 1970er Jahre eigene Prototypen vor. Die Serienfertigung des Ledl AS lief von September 1981 bis 1987. Insgesamt entstanden nur 249 Exemplare.
Karosserie & Chassis: Der Sportwagen nutzte eine leichte, rostfreie Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) auf einem eigenentwickelten Rahmen. Typisch waren das Keilform-Design und die Klappscheinwerfer.
Technik: Als Antrieb dienten Ford-Vierzylindermotoren als Mittelmotor in Kombination mit Mechanik und Komponenten aus dem Ford Fiesta / Escort.

Aufgrund verschärfter gesetzlicher Zulassungsvorschriften in Österreich und Lieferschwierigkeiten bei den Motoren musste die Produktion 1987 eingestellt werden. Das Unternehmen stellte sich daraufhin neu auf und konzentriert sich bis heute auf das Autotuning-, Spoiler- und Zubehörgeschäft.
Durch die hauseigene Kunststoffproduktion fertigt die Firma nach wie vor spezifische Zubehör- und Ersatzteile für historische Ledl-Modelle sowie Retro-Fahrzeuge.
Heute genießen verbliebene Ledl-AS-Modelle in Österreich echten Kultstatus und gelten unter Oldtimer-Sammlern als begehrte Exoten österreichischer Automobilpioniere.

