Curaçao


Curaçao ist eine niederländische Karibikinsel, die für ihre lebendige Kultur, reiche Geschichte, bunt gestrichene Kolonialarchitektur und erstklassige Sandstrände mit türkisblauem Wasser bekannt ist.

Willemstad: Die Inselhauptstadt (Bild oben) gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie ist berühmt für die farbenfrohen Handelshäuser an der Handelskade, die schwimmende Königin-Emma-Brücke und historische Festungsanlagen.

​Strände & Tauchen: Bekannt für erstklassige Tauch- und Schnorchelspots wie Playa Knip (Grote Knip), Cas Abao und das berühmte Wrack der Tugboat Beach.

​Kultur & Geschichte: Die Insel beherbergt mit der Mikvé Israel-Emanuel-Synagoge die älteste durchgehend genutzte Synagoge Amerikas sowie eine tief verwurzelte afro-karibische Kultur.

Curaçao liegt im südlichen Karibischen Meer vor der Küste Venezuelas und befindet sich außerhalb des Hauptgürtels für tropische Hurrikans.

Die Geschichte Curaçaos reicht von den indigene Ureinwohnern über die europäische Kolonialzeit und den transatlantischen Sklavenhandel bis hin zur Entwicklung eines modernen, autonom agierenden Landes.

Erstbesiedlung durch die Arawak ca. 500 n. Chr.

Die indigenen Arawak-Arawak-Indianer (Caquetíos) wandern aus Südamerika ein und besiedeln die Insel. Sie hinterlassen Höhlenzeichnungen (z. B. in Hato) und prägen die früheste Kultur.

Spanische Eroberung 1499

Alonso de Ojeda, ein Begleiter von Christoph Kolumbus, erreicht die Insel. Die Spanier erklären Curaçao zur Isla Inútil ("nützlose Insel"), da sie keine Gold- oder Silbervorkommen finden. Die indigenen Einwohner werden weitgehend zur Zwangsarbeit auf andere Inseln deportiert.

Niederländische Übernahme & Sklavenhandel 1634

Die Niederländische Westindien-Kompanie (WIC) erobert die Insel unter Peter Stuyvesant. Durch den tiefen Naturhafen von Willemstad entwickelt sich Curaçao rasch zum zentralen Drehkreuz für den karibischen Handel und zu einem der größten Handelsplätze für versklavte Menschen aus Westafrika.

Sklavenaufstand unter Tula 1795

Der Anführer Tula führt am 17. August den bedeutendsten Sklavenaufstand der Insel auf der Plantage Kenepa an. Der Aufstand wird niedergeschlagen, doch Tula gilt bis heute als Nationalheld und Symbol für Freiheit und Unbeugsamkeit.

Ende der Sklaverei 1863

Die Niederlande schaffen die Sklaverei offiziell ab. Dies führt zu einem wirtschaftlichen Umbruch, da die klassische Plantagenwirtschaft ohne Zwangsarbeit zusammenbricht.

Ölbooom durch Royal Dutch Shell 1914

Nach der Entdeckung von Erdöl im nahegelegenen Maracaibo-Becken (Venezuela) baut Shell eine der weltweit größten Raffinerien auf Curaçao. Dies bringt einen starken wirtschaftlichen Aufschwung und Einwanderung aus der gesamten Karibik.

Autonomie als eigenständiges Land 2010

Nach der Auflösung der Niederländischen Antillen am 10. Oktober 2010 wird Curaçao ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande. Die Außen- und Verteidigungspolitik verbleibt bei den Niederlanden, während die Insel ihre innere Verwaltung selbst steuert.

nächste Folge am 02.09.