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"Die Blauen Reiterinnen" - neue Schau im Museum Wiesbaden

23. Oktober 2026 – 21. Februar 2027 (Eröffnung am 22. Okt. 2026)


Das Museum Wiesbaden widmet sich mit der wegweisenden Sonderausstellung "Die Blauen Reiterinnen" erstmals in umfassender Form den prägenden, aber oft vernachlässigten Frauen der berühmten Avantgarde-Vereinigung Der Blaue Reiter.

​Worum geht es in der Ausstellung?

​Obwohl Wassily Kandinsky 1935 resümierte: "Der Blaue Reiter – das waren zwei: Franz Marc und ich", sah die Realität in der Münchner Avantgarde vor dem Ersten Weltkrieg völlig anders aus. Frauen spielten als Malerinnen, Intellektuelle, Organisatorinnen und Netzwerkberaterinnen eine zentrale Rolle bei der Entstehung des expressionistischen Aufbruchs.

Franz Marc: Blaues Pferd 1911
Franz Marc: Blaues Pferd 1911

​Die Schau unternimmt einen konsequenten Perspektivwechsel: Anstelle der gewohnten männlichen Hauptfiguren rücken zwölf Künstlerinnen und 142 Werke in den Mittelpunkt. Es wird gezeigt, wie sie internationale Netzwerke knüpften, eigene Stile entwickelten und wesentlichen Anteil am Almanach und den legendären Ausstellungen der Bewegung hatten.

Marianne von Werefkin, Am Kamin, um 1910, Museum Wiesbaden
Marianne von Werefkin, Am Kamin, um 1910, Museum Wiesbaden

​Fokus & gezeigte Künstlerinnen

  • ​Marianne von Werefkin: Ihr Münchner "Rosa Salon" war die intellektuelle Wiege der Bewegung. In Wiesbaden (das die weltweit bedeutendste Jawlensky-Sammlung beherbergt) nimmt sie als Mitorganisatorin und Theoretikerin eine Schlüsselrolle ein.

  • ​Gabriele Münter: War historisch bei den Ausstellungen der Bewegung sogar mit deutlich mehr Werken vertreten als Kandinsky selbst.

  • ​Weitere vertretene Avantgardistinnen: Maria Franck-Marc, Elisabeth Epstein, Erma Bossi, Natalja Gontscharowa, Sonia Delaunay, Olga Meerson, Else Lasker-Schüler u. a.