
Jeannie Ebner
Österreichische Schriftstellerin
Jeannie Ebner wurde am 17. November 1918 in Sydney/Australien geboren und verstarb am 16. März 2004 in Wien.
Sie war Mitglied der IG Autorinnen Autoren und des Österreichischen PEN-Zentrums. Ein umfangreicher Teilnachlass findet sich in Wien in der Wienbibliothek im Rathaus.

Jeannie Ebner, die Nichte des Philosophen Ferdinand Ebner, wurde in Sydney (Australien) geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Wiener Neustadt. Dort absolvierte sie auch eine Lehre in der Spedition und arbeitete anschließend als selbstständige Spediteurin.
Ab 1946 lebte sie in Wien.
1952 trat Jeannie Ebner mit dem Band "Gesang an das Heute. Gedichte, Gesichte, Geschichten" (hg. von Hans Weigel) zum ersten Mal literarisch an die Öffentlichkeit. Schon mit ihrem ersten Roman "Sie warten auf Antwort" (1954) hatte sie jenen Stil gefunden, der zu ihrem Markenzeichen wurde: die mythologische Erinnerung. Religiös-metaphysische Bezüge, das Mann-Frau-Verhältnis und autobiografische Zusammenhänge prägen ihr Werk.
Jeannie Ebner wurde mit zahlreichen in- und ausländischen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kulturpreis des Landes Niederösterreich (1972).
Jeannie Ebner hat neben ihrer eigenständigen Bedeutung als Schriftstellerin mit einem eigenen umfangreichen Werk und zahlreichen Übersetzungen einen Großteil ihrer Lebensarbeitszeit der Interessenpolitik der Schriftsteller und der Förderung neuer Literatur gewidmet. Ihre für zahlreiche Kolleginnen und Kollegen wichtigsten Funktionen waren ihre Tätigkeit für die Zeitschrift "Literatur & Kritik" als Mitherausgeberin von 1968-78, ihre Vorstandstätigkeit (1973-88) und ihre Vizepräsidentschaft (1983-88) in der IG Autorinnen Autoren sowie ihre beiden Funktionen in der Literarischen Verwertungsgesellschaft LVG als Vizepräsidentin von 1976-99 und als Mitglied der Sozialfondskommission von 1977-99.
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