Alexej von Jawlensky

Junge Frau mit Paeonien

1909

Junge Frau mit Paeonien ist ein bedeutendes Hauptwerk des expressionistischen Malers Alexej von Jawlensky aus dem Jahr 1909, das für seine leuchtende Farbkraft und ausgeprägten Konturen bekannt ist.

Alexej von Jawlensky (1864–1941) war ein russisch-deutscher Maler und gehört zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des europäischen Expressionismus.

​​Maße: 101 cm × 75 cm

​Standort: Von der Heydt-Museum, Wuppertal, Deutschland

Einfluss des Fauvismus: Das Gemälde entstand während Jawlenskys prägender Murnauer Phase an der Seite von Wassily Kandinsky und Gabriele Münter. 

Es zeichnet sich durch stark vereinfachte Formen und expressive, nicht-naturalistische Farben aus, die stark von Henri Matisse, Paul Gauguin und Vincent van Gogh inspiriert sind.

​Farbe und Kontur: Der leicht gesenkte Blick des Modells erzeugt eine verinnerlichte, nachdenkliche Atmosphäre. Dies steht im dynamischen Kontrast zu den intensiv gesättigten Rot-, Blau- und Türkistönen, die von dichten, dunklen Umrisslinien eingefasst werden.

​Geschichte und Provenienz: Das Bild wurde ursprünglich von Jawlenskys Künstlerfreund Adolf Erbslöh erworben. Es überstand die NS-Diktatur – während der Jawlenskys Werke als "Entartete Kunst" verpönt waren – geschützt in Privatbesitz, bevor es später in die Museumssammlung in Wuppertal gelangte.