
20 teilige Serie
Motorsport Meilensteine
Folge 8
>> Auto Union Typ C
Der Auto Union Typ C war 1936 der erfolgreichste deutsche Grand-Prix-Rennwagen. Er gewann drei von fünf Großen Preisen, die Hälfte der Rundstreckenrennen und alle Bergrennen mit Auto-Union-Beteiligung.
Darüber hinaus wurden mit dem Typ C über dreißig Weltrekorde aufgestellt.

Bild >> Auto Union Typ C (1936) - Boxenstopp mit Reifenwechsel an Rosemeyers Wagen beim Großen Preis von Deutschland am 26. Juli 1936 - hinten Ferdinand Porsche mit zwei Stoppuhren
Ende 1932 begannen in Stuttgart bei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH, Konstruktion und Beratung für Motore und Fahrzeuge die Vorbereitungen für einen Grand-Prix-Rennwagen nach der im Oktober von der AIACR für 1934 beschlossenen 750-kg-Formel. Diese Formel besagte, dass das Gewicht des Wagens ohne Fahrer, Kraftstoff, Öl, Wasser und Reifen 750 kg nicht überschreiten durfte. Ferdinand Porsche arbeitete möglicherweise zunächst ohne Auftrag eines Herstellers. Gegebenenfalls wollte er das Fahrzeug in eigener Regie herstellen und auch einsetzen.
Abweichend davon gibt es Berichte, die Wanderer-Werke hätten im Herbst 1931 Porsche vertraglich beauftragt, einen Wanderer-Rennwagen zu entwickeln. Nach der Übernahme der Wanderer-Automobilsparte durch die im Sommer 1932 gegründete Auto Union AG habe diese den Vertrag übernommen. Angesichts der Weltwirtschaftskrise sei jedoch zunächst nicht an die Verwirklichung des Plans gedacht gewesen.

Typ C: Riese, der aus dem Keller kommt
Porsches Grundidee vom Motor als "Riese, der aus dem Keller kommt" funktionierte besser denn je, so beeindruckt uns auch das Drehmoment von 87 mkg bei 2500/min noch mehr als die Höchstleistung von 520 PS.
Als Höchstgeschwindigkeit des Typ C werden bis zu 340 km/h genannt (in der AVUS-Verkleidung, ansonsten auch noch über 400 km/h).
Auch Geschwindigkeitsweltrekorde besaßen in jenen Jahren einen hohen Stellenwert. Auto Union war 1934 in diesen Wettlauf gegen Mercedes und Alfa Romeo eingetreten und stellte in den diversen Klassen und Kategorien gut drei Dutzend Bestleistungen auf. Dieses Streben nach absoluten Rekordmarken bescherte der Auto Union einen Schub an progressiver Technik, aber auch das Trauma des 28. Januar 1938. Der 560 PS leistende Rekordwagen war darauf ausgelegt, auf der Autobahn Frankfurt – Darmstadt die neue Bestmarke von Caracciola (Mercedes, 432,7 km/h) zu überbieten. Der erste Lauf bestätigte den Rekordkurs.
Im zweiten Lauf zerschellte der Wagen an der Schneise von Mörsfelden, Bernd Rosemeyer wurde weit in den Wald geschleudert und war sofort tot.

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