Der Holzklotz Mörder

"Es war eine grauenvoll sinnlose Tat"


Nur aus Spaß, wollte Nikolai H. (30) mit einem Holzklotz ein Auto treffen. Mal schauen was dann passiert.

Der BMW der Familie
Der BMW der Familie

23. März 2008: Gegen 20 Uhr wird ein sechs Kilo schwerer Holzklotz von einer Brücke im Norden der niedersächsischen Stadt Oldenburg auf die A29 geworfen. 

Er durchschlägt die Windschutzscheibe eines BMW und verletzt die 33 Jahre alte Olga K. auf dem Beifahrersitz tödlich. 

Alexander K. kann das Auto auf dem Seitenstreifen anhalten, aber seiner Frau nicht mehr helfen. Zeugen des Anschlags werden auch die siebenjährige Tochter und der neunjährige Sohn der Familie aus Telgte in Westfalen.


5. April 2008: Der 30-jährige drogensüchtige und arbeitslose Nikolai H. aus Rastede (Kreis Ammerland) meldet sich als Zeuge. Er sei mit dem Fahrrad auf dem Weg zu einem Dealer gewesen, habe den Holzklotz auf dem Radweg liegen sehen und ihn an die Seite gestellt. Deshalb seien seine Fingerabdrücke darauf. 

Diese waren bei der Polizei registriert, weil er vorbestraft ist.


20. Mai 2008: Gegen Nikolai H. wird Haftbefehl erlassen; er lautet auf heimtückischen Mord und vorsätzlichen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Nikolai H. hat die Tat gestanden.


20. Mai 2009: Das Landgericht Oldenburg verurteilt den Angeklagten, ein Jahr später, nach 30 Verhandlungstagen wegen Mordes, dreifachen versuchten Mordes und vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu lebenslanger Haft.

Eine Gemeinsamkeit macht das Verbrechen für alle Beteiligten noch tragischer: Der zu diesem Zeitpunkt noch mutmaßliche Täter und das Opfer stammen beide aus Kasachstan und wanderten unabhängig voneinander mit ihren Familien nach Deutschland ein. 

Dieses Wissen habe Nikolai H. während der Vernehmung sehr zugesetzt

Nikolai H.
Nikolai H.