WM Spezial

Fussball-WM 1982


Die Fußball-Weltmeisterschaft 1982 fand vom 13. Juni bis zum 11. Juli in Spanien statt. Es war ein historisches Turnier, das erstmals mit 24 statt 16 Teams ausgetragen wurde und sowohl spielerische Geniestreiche als auch gigantische Skandale bot.

Am Ende krönte sich Italien im Finale von Madrid zum dritten Mal zum Weltmeister.

​Der späte Siegeszug der Azzurri

​Italien startete katastrophal in das Turnier: Drei uninspirierte Unentschieden in der Vorrunde (unter anderem gegen Kamerun) reichten nur aufgrund der mehr erzielten Tore hauchdünn für das Weiterkommen. Doch in der zweiten Gruppenphase drehte das Team auf. Der zuvor wegen eines Wettskandals lange gesperrte Paolo Rossi wurde zum Helden. Beim legendären 3:2-Sieg gegen das favorisierte Brasilien – eine der spielerisch besten Mannschaften der WM-Geschichte – erzielte er alle drei Tore. Auch das Finale im Santiago-Bernabéu-Stadion dominierte Italien und schlug die Bundesrepublik Deutschland verdient mit 3:1.

​Das erste Elfmeterschießen der WM-Geschichte

​Im Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich kam es zu einem der dramatischsten Spiele der Fußballgeschichte (auch bekannt als die Nacht von Sevilla). Nach einem 1:1 nach 90 Minuten ging Frankreich in der Verlängerung mit 3:1 in Führung. Die DFB-Elf schaffte durch Karl-Heinz Rummenigge und einen sensationellen Fallrückzieher von Klaus Fischer noch das 3:3. Im anschließenden, historisch ersten Elfmeterschießen einer WM behielt Deutschland die Oberhand.

​Die großen Skandale des Turniers

​Obwohl die DFB-Auswahl Vize-Weltmeister wurde, war das Ansehen des deutschen Teams nach diesem Turnier durch zwei Ereignisse nachhaltig beschädigt:

​Der "Nichtangriffspakt von Gijón": Im letzten Vorrundenspiel zwischen Deutschland und Österreich war nach einem frühen 1:0 durch Horst Hrubesch klar, dass dieses Ergebnis beiden Teams für das Weiterkommen reichte. Was folgte, war reines Ballgeschiebe ohne jegliche Offensivbemühungen. Leidtragende waren die Algerier, die sensationell Deutschland mit 2:1 geschlagen hatten, aber wegen dieses abgekarteten Spiels ausschieden. Seit diesem Skandal werden die letzten Gruppenspiele bei großen Turnieren immer zeitgleich ausgetragen.

​Das Foul von Toni Schumacher: Im besagten Halbfinale sprang der deutsche Torwart Harald "Toni" Schumacher brutal und ungebremst in den heranstürmenden Franzosen Patrick Battiston. Battiston blieb bewusstlos liegen, verlor zwei Zähne und erlitt einen Wirbelbruch. Da der Schiedsrichter die Aktion nicht einmal als Foul wertete und Schumacher sich danach arrogant verhielt, löste die Szene immense internationale Empörung aus.

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XMAUS macht eine Sommerpause 

vom 20.07. bis 09.08.