Ausgabe 1 - März 2026

1882: Erstes Hertie-Kaufhaus wird in Gera eröffnet

Am 1. März 1882 öffnet in Gera das erste "Garn-, Knopf-, Posamentier-, Weiß- und Wollwarengeschäft Hermann Tietz". 

Das Kaufhaus wird von Oscar Tietz mit dem Kapital seines Onkels Hermann gegründet und entwickelt sich schnell zu einem beliebten Einkaufsziel. Das Geschäft bietet eine breite Palette von Produkten unter einem Dach an, von Kleidung und Accessoires bis hin zu Haushaltsartikeln und Spielzeug. 

Im Laufe der Jahre expandiert Hertie in andere Städte Deutschlands wie Weimar, Bamberg, Chemnitz, Hamburg, München und Berlin. Unter den Nationalsozialisten werden die jüdischen Gesellschafter enteignet und die Warenhäuser als Hertie GmbH weiter geführt, bis diese 1993 von Karstadt übernommen wird.

>> Der März ist reich an bedeutenden historischen Ereignissen, darunter der Beginn der Märzrevolution 1848, die Festlegung von Schwarz-Rot-Gold als Bundesfarben (1848), der gescheiterte Kapp-Putsch (1920), der Beginn der NS-Diktatur mit der Errichtung des KZ Dachau (1933) sowie der Tod Juri Gagarins (1968) und der Internationale Frauentag (8. März). 


Weitere wichtige Ereignisse im März:

  • 1. März 1953: Josef Stalin erleidet einen Schlaganfall.
  • 2. März 1955: Gründung der McDonald's System, Inc. durch Ray Kroc.
  • 3. März 1871: Wahl des ersten deutschen Reichstags.
  • 3. März 1933: Einrichtung des ersten Konzentrationslagers in Thüringen bei Nohra.
  • 6. März 1930: Erstverkauf von Tiefkühlkost in den USA.
  • 7. März 1876: Alexander Graham Bell erhält das Patent auf das Telefon.
  • 17. März 1920: Das Scheitern des Kapp-Putsches in Berlin.
  • 19. März 1945: Hitler erlässt den sogenannten "Nero-Befehl" zur Zerstörung der Infrastruktur.
  • 22. März 1933: Erste Häftlinge werden in das Konzentrationslager Dachau verschleppt.
  • 27. März 1968: Tod des Kosmonauten Juri Gagarin bei einem Flugzeugabsturz.
  • März 1956: Marokko wird unabhängig von Spanien und Frankreich. Arbeitskreis Heimatgeschichte Mitterfels

100 Jahre Siegfried Lenz


Siegfried Lenz wurde am 17. März 1926 im ostpreußischen Lyck als Sohn eines Zollbeamten geboren.

Der Schriftsteller war einer der bekanntesten deutschsprachigen Erzähler der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Siegfried Lenz wendet sich in seinen frühen Werken vielfach der Problematik der Vergangenheitsbewältigung im restaurativen Deutschland zu. Viele Werke von Lenz sind nicht als ein politisches Konzept zur kollektiven Vergangenheitsbewältigung zu verstehen. Ihm geht es eher um die individuelle Entwicklung des Einzelnen. 

So sind seine Romane vielfach auch ausgestattet mit autobiographischen Elementen, mit Natur- und Landschaftsbildern seiner masurischen Heimat. Sein Roman die "Deutschstunde" (1968) machte ihn zum Bestseller-Autor. 

Neben Romanen und Erzählungen produzierte er auch Hörspiele und Dramen. Seine späteren Werke vertreten menschlich-psychologische Themen. Seine klassisch realistische Erzählweise begründet den Erfolg seiner Werke...

Im März 1980 sorgte während des Genfer Automobilsalons ein allradgetriebenes, sportliches Coupé für gewaltiges Aufsehen.

Erstmals wurde mit dem Audi quattro ein Hochleistungsfahrzeug mit Allradantrieb angeboten, einem Antriebskonzept, das bis dahin nur bei LKW und Geländewagen Verwendung gefunden hatte. Die Idee zu einem solchen vierradgetriebenen Personenwagen war im Winter 1976/77 bei Testfahrten mit dem für die Bundeswehr bei Audi in der Entwicklung befindlichen VW Iltis Geländewagen aufgekommen. Das hervorragende Fahrverhalten dieses Geländewagens auf Eis und Schnee führte zu der Überlegung, den Allradantrieb des VW Iltis in einen serienmäßigen Audi 80 einzubauen.

Die Testfahrten vermochten zu überzeugen. Das Ergebnis war ein sportliches Audi Coupé mit Namen quattro. Für den Vorschub sorgte eine auf 147 kW / 200 PS leistungsgesteigerte Variante des im Herbst 1979 vorgestellten 2,2 Liter Fünfzylinder-Turbomotors.

Sein motorsportliches Debüt gab der Audi quattro Anfang 1981 bei der Jänner-Rallye in Österreich. Das Allrad-Kraftpaket aus Ingolstadt hat von da an die internationale Rallye- und Rennszene revolutioniert.

Bild >> Thomas E. Starzl 1985 bei einer Lebertransplantation

1963: Erste Lebertransplantation wird am Menschen versucht

Am 1. März 1963 versucht der US-amerikanische Arzt Thomas E. Starzl in Denver/Colorado die erste Lebertransplantation am Menschen. Der Patient, ein dreijähriger Junge mit angeborenen Fehlbildungen, verstirbt allerdings noch während der Operation wegen unstillbarer Blutungen. 

Vier Jahre später gelingt Starzl die erste erfolgreiche Lebertransplantation. In der DDR gelingt die erste Lebertransplantation 1977 dem Dresdner Chirurgen Helmut Wolff.

1907 schrieb er erstmals über die Relativitätstheorie, bekannt unter der Formel E = mc², also Energie (E) ist gleich der Masse (m) mal Lichtgeschwindigkeit hoch zwei (²) sei. Später vervollständigte er sein Werk als "spezielle Relativitätstheorie". 

In dieser Abhandlung bewies Einstein, dass Raum und Zeit miteinander zusammenhängen. Seine Gleichung revolutionierte die Welt.

1951: Berühmtes "Zungenfoto" von Albert Einstein entsteht

Am 14. März 1951 entsteht das wohl berühmteste Bild von Albert Einstein. Als Paparazzi den Wissenschaftler auf dem Heimweg von seiner 72. Geburtstagsfeier bedrängten, streckte er seine Zunge heraus. 

Einstein selbst war großer Fan des Bildes und verschickte es später als Grußkarte an seine Freunde.

Albert Einstein wurde am 14. März 1879 als Sohn jüdischer Eltern in Ulm geboren. Kurz danach zog die Familie nach München. Hier eröffnete sein Vater einen Betrieb. Als der nach einigen Jahren nicht mehr gut lief, wanderten die Einsteins ohne ihren Sohn nach Mailand aus. Albert brach das Gymnasium ohne Abschluss ab und wechselte eigenständig an eine nichtkirchliche Schule in der Schweiz.

Danach schloss er ein Studium am Polytechnikum (der Züricher Technischen Hochschule) mit einem Diplom als Fachlehrer für Mathematik und Physik ab. Während seiner Studienzeit lernte Einstein seine spätere Ehefrau kennen, mit der er zwei Söhne hatte.

Er arbeitete als technischer Experte dritter Klasse beim Schweizer Patentamt, war also vor allem für die Kontrolle der Entscheidungen anderer verantwortlich. Weil diese Arbeit ihn nicht stark forderte, widmete er sich in seiner Freizeit weiter der theoretischen Physik.

Unser neues History Format gibt es jetzt jeden ersten Freitag im Monat.

Nächste Folge am 03. April