Der Diamanten-Coup
Eine Bande aus Turin (Italien) raubt Steine und Schmuck im Wert von hunderten Millionen Dollar.

Kopf der Bande war Leonardo Notarbartolo (Bild), ein charmanter Profidieb aus Turin. Er scharte eine Truppe von Spezialisten um sich, die unter Decknamen wie "Der König der Schlüssel", "Das Phantom" oder "Das Genie" agierten.
Das Ziel: Das Antwerpener Diamantenzentrum
Das Antwerp World Diamond Centre in Belgien galt als einer der am besten gesicherten Orte der Welt. Der Tresorraum lag zwei Stockwerke unter der Erde und war geschützt durch:
Einen Code mit 100 Millionen möglichen Kombinationen.
Einen tonnenschweren, magnetischen Schließmechanismus.
Infrarot-Bewegungsmelder, Lichtsensoren und seismische Detektoren.

Der Coup (Februar 2003)
Notarbartolo mietete sich monatelang vorher als vermeintlicher Diamantenhändler im Zentrum ein, um die Sicherheitsvorkehrungen auszuspionieren. In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar 2003 schlug die Bande zu. Sie überwand sämtliche High-Tech-Systeme mit verblüffend einfachen Mitteln: Haarspray, um Wärmesensoren zu blockieren, Styropor vor den Bewegungsmeldern und maßgefertigte Kopien der Schlüssel. Sie brachen 123 von 189 Tresorfächern auf.
Die Beute & Das Ende
Die Bande erbeutete Diamanten, Gold und Schmuck im Wert von geschätzten 100 Millionen Dollar.
Das Kuriose: Sie wurden nicht wegen eines Fehlers im Tresorraum erwischt, sondern wegen ihrer schlampigen Flucht. Auf dem Weg zurück nach Italien warfen sie Müll in einem belgischen Waldstück weg. Ein Anwohner fand den Sack, der unter anderem eine weggeworfene Salami, Quittungen und Unterlagen zum Diamantenzentrum enthielt. Die DNA auf der Salami überführte Notarbartolo.
