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Vergangene Beiträge aus Typisch Deutschland

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Johannes Gutenberg

Der Goldschmied gilt als der Erfinder des Buchdrucks mit auswechselbaren Lettern. Zwar gab es bereits zuvor mit Holzschnitten gedruckte Bücher, doch Johannes Gutenberg revolutionierte mit seiner Erfindung das Buchdruckwesen, deren Kern die Zerlegung der Texte in seine einzelnen Bestandteile ausmachte und somit eine flexiblere und schnellere Handhabung des Druckvorgangs erlaubte. Über die Person Gutenberg und über ihr Wirken ist wenig bekannt, da kaum Quellen erhalten sind. Das meiste muss Spekulation bleiben. Als gesichert gilt indes, dass mit Gutenbergs Buchdruck das Massenmedienzeitalter eröffnet wurde...

Johannes Gutenberg, eigentlich Johannes Gensfleisch zur Laden, wurde um das Jahr 1400 in Mainz im Hof Gutenberg als Patriziersohn von Friele Gutenberg und seiner Frau Else geboren.

Johannes Gutenberg wird zu Recht als "Vater des Buchdrucks" und als einer der einflussreichsten Erfinder aller Zeiten gefeiert. Seine Arbeit legte den Grundstein für die moderne Kommunikation und ermöglichte es, Informationen und Ideen in einer Art und Weise zu verbreiten, die zuvor undenkbar war. Die Erfindung des Buchdrucks trug zur Bildung und Aufklärung bei, förderte den kulturellen Austausch und spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der westlichen Zivilisation. Gutenbergs Leben und Werk erinnern uns daran, wie eine einzige Innovation die Welt verändern kann, und sein Vermächtnis lebt in jeder gedruckten Seite, die heute noch produziert wird. Er bleibt ein Symbol für die Macht des Wissens und die transformative Kraft der Technologie.

Die Atta Höhle haben nach Angaben der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Süd-Sauerland bereits mehr als 40 Millionen Personen besichtigt.

Atta Höhle

Die Atta-Höhle oder Attendorner Tropfsteinhöhle in Attendorn gilt, nicht zuletzt aufgrund ihrer Mannigfaltigkeit und Farbigkeit, als eine der größten und schönsten begehbaren Tropfsteinhöhlen Deutschlands. 

Sie ist heute mit jährlich ungefähr 150.000 bis 200.000 Besuchern neben der Teufelshöhle bei Pottenstein (156.100 Besucher im Durchschnitt in den Jahren 2006 bis 2010) die meistbesuchte deutsche Schauhöhle und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt. 

Zu den Eigentümlichkeiten zählen viele Sinterfahnen, die von Eisenoxiden gefärbt sind. Ferner sind Stalaktiten, Stalagmiten und Stalagnaten zu sehen. Einige Teile von Calcitkristallbildungen wurden in den öffentlichen Bereich der Höhle verbracht, um dort präsentiert werden zu können.

Die Höhle wurde beim Abbruch von Kalksteinen im Steinbruch der Biggetaler Kalkwerke am 19. Juli 1907 entdeckt und schon im gleichen Jahr vom Besitzer touristisch erschlossen. Die Höhle ist im Besitz der Erben des damaligen Steinbruchbesitzers Eberhardt Epe.

Weitere Teile der Höhle wurden 1985 von einer Höhlenforschergruppe unter der Leitung von Elmar Hammerschmidt entdeckt. Die bisher erforschte Gesamtlänge der Höhle beträgt 6000 Meter, die Erkundung wurde nicht abgeschlossen.

Biene Maja

Die Biene Maja ist die Hauptfigur in zwei Anfang des 20. Jahrhunderts erschienenen Romanen des deutschen Schriftstellers Waldemar Bonsels (1880–1952) und in einer zwischen 1975 und 1980 produzierten japanisch-deutschen Zeichentrickserie sowie deren Adaption als Comicserie ab 1976. Hinzu kamen 2013 eine Neuauflage der Serie in animiertem 3D-Format sowie ein darauf basierender Kinofilm 2014. Außerdem existieren mehrere Bühnenfassungen, u. a. ein Theaterstück und ein Musical.

Waldemar Bonsels war in den 1920er-Jahren einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. In seinen Büchern Die Biene Maja und ihre Abenteuer (Erstveröffentlichung 1912) und Himmelsvolk (Erstveröffentlichung 1915) verarbeitete er seine Kindheitserlebnisse in der freien Natur rund um den Bredenbeker Teich in Ahrensburg sowie (nach dem Umzug 1910 nach Schleißheim bei München) seine Beobachtungen im Park der Schlossanlage Schleißheim. Mittlerweile wurden diese beiden Werke in über 40 Sprachen übersetzt. Biene Maja und ihre Abenteuer war nicht nur das erfolgreichste Buch Bonsels', sondern zudem "nahezu das einzige Werk des Autors, das er nicht für Erwachsene, sondern für Erwachsene und Kinder" schrieb.

Nachdem die Puppenkiste 1948 mit dem Märchen Der gestiefelte Kater eröffnet worden war, feierte sie ihr 75. Jubiläum ebenfalls mit der Inszenierung eines Märchens der Brüder Grimm, mit Rapunzel in einer zeitgemäßen Fassung von Regisseur Florian Moch.

Augsburger Puppenkiste

1943 gründeten Walter Oehmichen (1901–1977) und seine Frau Rose Oehmichen (1901–1985) mit ihren Töchtern Hannelore (1931–2003) und Ulla ein kleines Marionettentheater. Es war der "Puppenschrein", eine kleine Bühne, die in einem Türrahmen aufgebaut werden konnte. 

In der Nacht zum 26. Februar 1944 wurde der "Puppenschrein" bei einem Bombenangriff auf Augsburg zerstört, lediglich eine seiner Rosetten ist erhalten. 

Die Augsburger Puppenkiste ist ein Marionettentheater in Deutschland. Sie ist untergebracht im historischen Heilig-Geist-Spital in der Augsburger Altstadt und führt seit 1948 Märchen und ernste Schauspiele auf. Mit ihren zahlreichen Fernsehproduktionen (u. a. Stücke über Jim Knopf und Urmel) erlangte die Puppenkiste seit 1953 bundesweite Bekanntheit und zählt heute zu den bekanntesten Bühnen Deutschlands.

Am 6. Oktober 2001 wurde Die Kiste – Das Augsburger Puppentheatermuseum im ersten Stock des Heilig-Geist-Spitals direkt über den Theaterräumlichkeiten eröffnet. In einer Dauerausstellung werden die bekannten Stars an Fäden wie das Urmel, Jim Knopf und Kalle Wirsch gezeigt. In halbjährlich wechselnden Sonderausstellungen werden sowohl Figuren aus dem Fundus als auch von anderen Theatern und Sammlungen zu verschiedenen, oft aktuellen Puppentheaterthemen präsentiert.

Geologisch und geomorphologisch gehört er zum Böhmerwald – dem höchsten Rumpfgebirge des Böhmischen Massivs – und wird von diesem namentlich seit etwa 1830 unterschieden, als das Gebiet nach Einverleibung der Hochstifte Regensburg und Passau durchgehend bayerisch geworden war.

Bayerischer Wald

Der Bayerische Wald oder Bayerwald ist ein etwa 100 km langes und bis 1456 m ü. NHN hohes Mittelgebirge in Bayern an der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien. Der größte Teil davon liegt im Regierungsbezirk Niederbayern. Der Nordteil gehört zur Oberpfalz, im Süden reicht der Bayerwald bis zur Grenze Oberösterreichs.

Die Fläche des Nationalparks Bayerwald in Niederbayern umfasst insgesamt 600000 ha und ist somit das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas. Davon sind über ein Drittel der Fläche als Natur- und Nationalpark ausgewiesen. Hier sich für ein Ziel zu entscheiden ist sehr schwierig, denn das Wechselspiel dieser Landschaft, die Urtümlichkeit, lädt permanent zum Verweilen ein.

Auf über 200 km markierten Wanderwegen gelangen Sie von den Tälern bis zu den Gipfeln von Rachel und Lusen, erleben Sie dem unterschiedlichen Klima angepasste Waldgesellschaften mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt vom Aufichtenwald über den Bergmischwald bis hinauf zum Bergfichtenwald. Auf leicht begehbaren Holzstegen erleben Sie die natürliche Walderneuerung der drei Waldgesellschaften Bergfichten-, Bergmisch- und Aufichtenwald im Nationalpark Bayer. Wald nach Naturereignissen wie Windwürfe mit nachfolgendem Borkenkäferbefall, wie neuer Wald entsteht - vielfältiger und ursprünglicher als zuvor.

Boris Becker

Der deutsche Tennisspieler, Unternehmer und Trainer zählte in den 1980er und 1990er Jahren als hervorragender Serve-and-Volley-Spieler zu den großen Ausnahmetalenten des "weißen Sports". 1985 gewann Boris Becker als erster Deutscher, erster ungesetzter und mit erst 17 Jahren jüngster Spieler die All England Championchips of Wimbledon (erneut 1986, 1989). 

Weiter gewann Becker insgesamt 49 Turniere im Einzel, darunter 6 Grand-Slam-Turniere sowie 15 Titel im Doppel. Damit machte Becker den Tennis-Sport in Deutschland populär wie kein Anderer. 1991 stieg er nach dem Sieg bei den Australien Open auf Platz Eins der Weltrangliste auf. 

Entscheidend war er als Spieler an den deutschen Davis-Cup Siegen 1988 und 1989 beteiligt, ehe er 1997 zum Teamchef berufen wurde. Von 2013 bis 2016 war er Trainer von Novak Dokovic. 2017 wurde Becker "Head of Men's Tennis" des Deutschen Tennis Bundes...

Michael Ende

Seine Bestseller "Momo" (1973) und "Die unendliche Geschichte" (1979)

Der deutsche Schriftsteller zählte zu den erfolgreichsten europäischen Romanautoren des 20. Jahrhunderts. Seine Bekanntheit verdankte Michael Ende vor allem dem großen Erfolg seiner Kinderbücher und ihren Helden, die mit ihrem einnehmenden Charakter zur Identifikation einluden und den Leser in fremde Welten voller visionärer Symbolkraft entführten. Seine Bestseller "Momo" (1973) und "Die unendliche Geschichte" (1979), die beide für das Kino verfilmt wurden, bescherten ihm internationale Popularität. In diesen Werken präsentiere Ende düstere Visionen, in denen Fantasie und Menschlichkeit oder sogar die gesamte Welt selbst im Verschwinden begriffen sind. Sein umfangreiches Schaffen machte ihn auf eine bestimmte Lesergruppe nicht mehr festlegbar.

Im Jahr 1988 veröffentlichte er das Sachbuch "Kunst und Politik - ein Gespräch von Joseph Beuys/Michael Ende". 1989 heiratete Michel Ende in zweiter Ehe Mariko Sato. Zu seinem 60. Geburtstag wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. In den 1990er Jahren folgten mit viel Beachtung Romane wie "Der lange Weg nach Santa Cruz", "Die Vollmondlegende" oder "Lirum Larum Willi Warum". Zu seinen letzen Arbeiten gehört "Die Geschichte von der Schüssel und dem Löffel", die posthum im Jahr 1996 erschien. Für sein literarisches Werk wurde Michael Ende vielfach ausgezeichnet.

Michael Ende starb am 28. August 1995 in Filderstadt-Bonlanden bei Stuttgart an Magenkrebs.

Schloss Neuschwanstein 

Das Schloss Neuschwanstein wurde ab 1869 für den bayerischen König Ludwig II errichtet. Der Bau entsprach einer idealisierten Vorstellung einer Ritterburg aus der Zeit des Mittelalters. König Ludwig II lebte selbst nur wenige Monate im Schloss, da er noch vor Fertigstellung der Anlage verstarb.

Ursprünglich als "Neue Burg Hohenschwangau" bezeichnet, trägt das Schloss seinen jetzigen Namen Neuschwanstein seit 1886. Heute ist der Freistaat Bayern Eigentümer des Schlosses, verwaltet wird es von der "Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen".

Das auffälligste Gebäude der Hofebene ist der 45 Meter hohe Viereckturm. Er wurde, wie die meisten der Hofgebäude, zu dekorativen Zwecken errichtet. Von seiner umlaufenden Aussichtsplattform hat man einen weiten Blick über das Voralpenland. 

Neuschwanstein ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Bayerns und Deutschlands. Eigentümer des Schlosses ist der Freistaat Bayern; es wird von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen betreut.

Jährlich besuchen ca. 1,5 Millionen Touristen Schloss Neuschwanstein. Nahe ganzjährig werden hier Besichtigungen für Geschichtsbegeisterte angeboten.

Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor ist ein Gebäude in Berlin am Platz des 18. März. Es ist ein bekanntes Wahrzeichen für diese Stadt und für ganz Deutschland. Man sieht es zum Beispiel auf den deutschen Euro-Münzen.

Als Teil der Stadtmauer stand das Tor früher am Rande der Stadt. Im Westen davon liegt der Tiergarten. Im Osten kommt man über eine prächtige Straße, die Unter den Linden heißt, ins alte Stadtzentrum von Berlin. Das Tor ist 26 Meter hoch.

Früher hatte Berlin eine Stadtmauer, so wie auch viele andere Städte. An großen Straßen in die Stadt stand ein Tor, durch das die Leute hinein oder hinaus konnten. Das Brandenburger Tor steht an der Straße, die früher nach Brandenburg geführt hat. Die anderen Tore gibt es heute nicht mehr.

Das erste Tor stammt aus dem Jahr 1734. Das heutige Tor war im Jahr 1791 fertig. Der damalige König von Preußen mochte das Alte Griechenland. Darum hat das Tor Säulen, wie man sie aus dem Altertum kennt. Später hat man auf das Tor eine Statue gestellt, die Quadriga. Sie zeigt die Göttin des Friedens in einem Wagen, der von vier Pferden gezogen wird. Als der französische Herrscher Napoleon Preußen einmal in einer Schlacht besiegt hat, entführte er die Quadriga für einige Jahre nach Paris.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte das Brandenburger Tor noch eine besondere Bedeutung. Damals wurde Deutschland in Ost und West geteilt. Das Brandenburger Tor stand an der Grenze im geteilten Berlin auf der Ostseite. Zwischen ihm und dem Westen verlief ab 1961 die Berliner Mauer. Beim Brandenburger Tor dachte man damals an die Teilung Deutschlands und heute an die Wiedervereinigung.

Albert Einstein

Der deutsche Physiker revolutionierte mit der Formel (E=mc2) die Wissenschaften in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 

Mit der Schöpfung der Relativitätstheorie (1905), die das Verständnis von Raum und Zeit neu ordnete und aus der zugleich das Gesetz von Trägheit und Energie folgerte, eliminierte Albert Einstein alle physikalischen Grundregeln die seit Isaac Newton (1643-1727) bestanden hatten. Mit der Erklärung des photoelektrischen Effekts leistete er indes einen wesentlichen Beitrag zur Quantenphysik. 

Seinen Weltruhm als Wissenschaftler begründete erst Arthur Eddington durch den 1919 erbrachten Nachweis, der in seiner allgemeinen Relativitätstheorie aus den Jahren 1914/16 vorausgesagten Lichtablenkungen im Einflussbereich von Gravitationsfeldern großer Sterne. 1921 wurde Einstein mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Als Pazifist, Sozialist und Zionist nutzte er seine Popularität für seinen Einsatz um Völkerverständigung und Frieden...

Albert Einstein war weit mehr als nur ein brillanter Wissenschaftler. Seine Persönlichkeit war facettenreich und komplex, geprägt von tiefen Überzeugungen, einer einzigartigen Denkweise und einem starken moralischen Kompass. In dieser ergänzenden Charakterisierung werden einige der weniger bekannten, aber ebenso bedeutenden Aspekte seines Charakters beleuchtet, die dazu beitragen, ein vollständigeres Bild des Menschen hinter dem Genie zu zeichnen.

Albert Einstein war ein Mann von außergewöhnlicher Intelligenz und tiefem moralischen Bewusstsein. Seine intellektuelle Neugier, rebellische Natur, Menschlichkeit, Bescheidenheit, Unabhängigkeit, Liebe zur Musik und seine sozialen Verbindungen machten ihn zu einer einzigartigen und faszinierenden Persönlichkeit. Einsteins Einfluss auf die Wissenschaft und die Gesellschaft reicht weit über seine theoretischen Beiträge hinaus und hinterlässt ein bleibendes Vermächtnis, das noch lange nach seinem Tod weiterwirkt. Sein Leben und seine Persönlichkeit sind ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Kreativität, Mut und Menschlichkeit die Welt verändern können.

Ein besonderer Blick über den Stadtteil Oberstein und auf die Felsenkirche bietet sich von der 2003 eröffneten Aussichtsplattform, die über eine hinter der Kirche in der Felsnische befindliche Treppe erreichbar ist.

Idar-Oberstein

Eine Kirche direkt in die Felsen gebaut ist eine Top Sehenswürdigkeit im Südwesten von Deutschland. 

Hoch über den Häusern von Oberstein erhebt sich die 

Felsenkirche, 

hineingebaut in eine natürliche Felsnische.
Wyrich IV. von Daun-Oberstein ließ sie 1482-1484 errichten. Hinter ihr ragt die Felswand steil empor, unter ihr schmiegen sich die Häuser von Oberstein an den Hang.

Um die Entstehung der Kirche rankt sich mehrere Sagen, worunter der die gemeinsamen Liebe von zwei Brüdern zum Burgfräulein Bertha von Lichtenberg die am weitesten verbreitete ist.

Dank ihrer exponierter Lage ist die Kirche zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Die Kirche ist nur durch einen in den Felsen geschlagenen Tunnel (1980-1981) zu erreichen.

Die größte Kostbarkeit ist der mittelalterliche Flügelaltar. Er wurde um 1400 von einem unbekannten Meister, dem "Meister der Mainzer Verspottung", erschaffen.

Idar-Oberstein ist eine verbandsfreie und große kreisangehörige Stadt im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Die Edelstein- und Garnisonsstadt ist mit 30.170 Einwohnern die bevölkerungsreichste Kommune des Landkreises und ein Mittelzentrum. 

Seit 2016 trägt die Kommune den Titel Nationalparkstadt Idar-Oberstein.


Burg Hohenzollern

Die Gipfelburg liegt auf dem 855 Meter hohen, isolierten und prominenten Bergkegel des Hohenzollern auf der Gemarkung des Ortsteils Zimmern der Gemeinde Bisingen im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg. Er ist ein Zeugenberg, dem Trauf der Schwäbischen Alb vorgelagert.

Die Hohenzollernburg gilt als Stammsitz des 1061 erstmals genannten Geschlechts der Zollern und ist heute gemeinsamer Besitz der Häuser Preußen und Hohenzollern-Sigmaringen. 

Erstmalige Erwähnung fand die Burg im Jahr 1267. Sie wurde nach mehreren Zerstörungen und Wiederaufbauten ab 1771 nicht mehr genutzt und verfiel danach zur Ruine. Der preußische Kronprinz und spätere König Friedrich Wilhelm IV. begeisterte sich 1819 für die Idee des Wiederaufbaus, die besonders von dem Historiker Rudolph Freiherr von Stillfried-Rattonitz unterstützt wurde. In den Jahren von 1822-27 begannen die Arbeiten an einer neogotischen Burg im romantischen Sinn nach Plänen von Friedrich Arnold. Um 1848/49 legte Friedrich August Stüler Entwürfe vor, die nach Plänen von Moritz von Prittwitz mit der Funktion als Festung ergänzt wurden. Die Einweihung fand am 3. Oktober 1867 durch König Wilhelm I. statt.

Der Neubau erfolgte weitgehend auf dem Grundriss und den Fundamenten der alten Burg, bei der auch die spätgotische Michaelskapelle mit einbezogen wurde. Der Zugang besteht durch das außerhalb der Anlage gelegene Adlertor. Die Gebäude der Burg gruppieren sich U-förmig um einen lang gestreckten Hof, an dessen Ostenden der beiden Flügelbauten sich jeweils eine Kapelle befindet. Die südliche katholische Michaelskapelle von 1561 wurde beim Neubau der Burg nach Westen erweitert. Im Nordostflügel ist die von Stüler entworfene evangelische Kapelle mit dem daran anschließenden Wehrhaus angeordnet. Dort waren bis 1991 die Särge der preußischen Könige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. aufgestellt, ehe sie nach Potsdam überführt wurden.

Das Wehrhaus ist durch mächtige Treppengiebel betont, das Hofportal von zwei Treppentürmen flankiert. Im Winkel dazu ist die Freitreppe angeordnet, die zum Festsaal der Burg führt. In den Schlossräumen befinden sich heute die Kunstsammlungen. 

Seit 1999 beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an der Sanierung der Fenster mit ihren Gewänden sowie an der Mauerwerkssanierung und den Steinmetzarbeiten an der Zinnenmauer entlang der Burgauffahrt. Ferner steuert die Stiftung anteilig Gelder bei zur Mauerwerkssanierung des Michaelturms mit seinen Steinmetzarbeiten.

Sigmund Jähn

Der deutsche Diplom-Militärwissenschaftler und promovierte Physiker entdeckte bei den Luftstreitkräften der DDR seine Leidenschaft für das Fliegen. Im August 1978 flog Sigmund Jähn mit der sowjetischen Raumkapsel "Sojus 31" zur Raumstation "Saljut-6". Als erster Deutscher im All fand der DDR-Kosmonaut nicht nur in der sozialistischen Welt eine große öffentliche Anerkennung, die bis heute als Legende um seine Person anhält...

Nach der Schule absolvierte Jähn von 1951 bis 1955 eine Ausbildung zum Buchdrucker. Danach leistete er seinen Wehrdienst bei der DDR-Armee, wobei er bei den Luftstreitkräften zum Einsatz kam. Im Anschluss war Jähn als Flugzeugführer bei der sowjetischen Luftwaffe in der DDR tätig. Von 1966 bis 1970 folgte ein Studium an der sowjetischen Militärakademie "J. A. Gagarin" in Monino. 1970 wurde Jähn zum Inspekteur für Jagdfliegerausbildung und Flugsicherheit in den Stab der Luftstreitkräfte der DDR berufen.

Diese Funktion nahm er bis 1976 wahr. Im Jahr 1976 wurde Jähn zum Kosmonauten der DDR berufen und als solcher zur Ausbildung nach Moskau entsandt, wo er sich auf seinen künftigen Raumflug vorbereitete. Am 26. August 1978 flog Jähn in der sowjetischen Raumkapsel "Sojus 31" zur Raumstation "Saljut-6". Dort verbrachte er zusammen mit seinem sowjetischen Kollegen Waleri Fjodorowitsch Bykowski eine Woche. Beim Rückflug schlug die Raumkapsel "Sojus 29" außergewöhnlich hart auf, wodurch sich der DDR-Kosmonaut bleibende Rückenschäden zuzog.
Im Anschluss erfuhr Jähn als erster Deutscher im All zahlreiche Ehrungen. Er wurde zum "Helden der DDR" und zum "Helden der Sowjetunion" erhoben und der Kult um den DDR-Kosmonauten führte zur Umbenennung zahlreicher Schulen und anderer öffentlicher Einrichtungen. Jähn nahm darauf noch ein Studium der Physik in Potsdam auf, das er 1983 mit der Promotion abschloss. Nach der Wende und Auflösung der DDR wurde Jähn als Berater für das russische Kosmonautenausbildungszentrum und ab 1993 auch für die European Space Agency (ESA) tätig.

Die bereits 1979 in Morgenröthe-Rautenkranz eingerichtete Ausstellung erfuhr in den Jahren 1991/92 eine inhaltliche Erweiterung zur "Deutschen Raumfahrtausstellung". 

In Erinnerung an Jähns Verdienste für die Raumfahrt wurde 2001 der Planetoid 1998BF14 nach dem ehemaligen DDR-Kosmonauten benannt.

Kieler Woche

Die Kieler Woche ist eine jährlich stattfindende Segelregatta, die seit Ende des 19. Jahrhunderts in Kiel ausgetragen wird. Sie gilt als eines der größten Segelsportereignisse der Welt und wird mit jährlich mehreren Millionen Besuchern durch das größte Sommerfest Nordeuropas begleitet.

Das zugehörige Sommerfest entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend auch in weiten Teilen der Kieler Innenstadt, obwohl der Kern der Veranstaltung um die Segelsportwettbewerbe an der Kieler Förde ausgerichtet wird. 

Durch die Ausweitung bietet die Kieler Woche neben den sportlichen Aspekten ein umfangreiches Kulturprogramm mit über 2.000 Einzelveranstaltungen (2023). Darunter sind Auftritte internationaler wie lokaler Künstler, die unter anderem in rund 500 Konzerten auf etwa 20 Bühnen Live-Musik bieten. Jedes Jahr besuchen etwa 3 bis 4 Millionen Gäste die Kieler Woche.

Rattenfänger von 

Hameln

Das Rattenfängerhaus in Hameln
Das Rattenfängerhaus in Hameln

"Der Rattenfänger von Hameln" heißt eine deutsche Sage. Sie ist unter anderem wegen der Brüder Grimm bekannt. Es handelt sich um eine der beliebtesten Sagen aus Deutschland, sie wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Die Stadt Hameln gibt es wirklich, sie liegt im Süden von Niedersachsen.

In der Sage ist der Rattenfänger ein Mann, der mit seiner Flöte Ratten anlockt. Die Herren der Stadt wollen ihm aber nicht das Geld bezahlen, das sie ihm dafür versprochen haben. Aus Rache lockt er die Kinder der Stadt mit der Flöte an und verschwindet mit ihnen.

Heute glaubt man, dass die Sage eigentlich aus zwei Geschichten besteht: aus dem Fangen von Ratten und dem Verschwinden der Kinder. Wissenschaftler bezweifeln, dass man mit so einer Flöte, wie es sie damals gab, tatsächlich Ratten anlocken konnte. Das Verschwinden der Kinder erklärt man sich heute so, dass junge Leute weggelockt wurden, damit sie woanders Dörfer und Städte gründeten.

Was passiert in der Sage vom Rattenfänger?

Die Stadt Hameln leidet an Ratten und Mäusen: Diese Tiere fressen das Essen der Menschen auf. Da kommt ein Rattenfänger nach Hameln. Der Bürgermeister der Stadt freut sich und verspricht ihm Geld als Belohnung, wenn er die Stadt von Ratten und Mäusen befreit.

Der Rattenfänger zieht durch die Straßen und spielt dabei auf seiner Flöte. Von der Musik angelockt kommen die Ratten und Mäuse herbei und folgen ihm. Er führt die Tiere aus der Stadt heraus. Als der Rattenfänger aber seine Belohnung verlangt, bekommt er nichts.

Einige Wochen später kommt der Rattenfänger erneut nach Hameln, um sich zu rächen. Wieder spielt er auf seiner Flöte, aber diesmal kommen Mädchen und Jungen und laufen ihm hinterher. Der Sage nach sind es alle Kinder Hamelns, die mehr als vier Jahre alt sind. Der Rattenfänger verschwindet mit den Kindern, die nie wieder gesehen werden.

>> Margarete Steiff

Das Nadelkissen "Elefäntle" gab es vor dem ersten Teddybär und wurde durch Zufall zum Spielzeug für Kinder. Daraufhin schuf Margarete den berühmten Steiff Teddybär für Kinder.

Die deutsche Spielwarenunternehmerin erkrankte im Alter von eineinhalb Jahren an Kinderlähmung und wurde gehunfähig. Eine höhere Schulbildung blieb ihr, wie fast allen anderen Mädchen dieser Zeit, verwehrt. Darauf machte sie sich mit einer Nähstube selbstständig, aus der das weltweit bekannte Unternehmen Steiff zur Herstellung von Spielzeug hervorging. Margarete Steiff erfand die Steiff-Teddybären, die ihren Siegeszug durch unzählige Kinderzimmer der Welt antraten. 

Das Markenzeichen der Stofftiere ist der Knopf im Ohr. Ihre bemerkenswerte Leistung als Unternehmerin schuf Steiff aus dem Rollstuhl heraus.

1903 präsentierte das Unternehmen Steiff auf der Leipziger Spielwarenmesse erstmals einen Teddybären. Die Anfertigung ging auf den Vorschlag ihres ältesten Neffen zurück. Steiff glaubte nicht an den wirtschaftlichen Erfolg des Teddybären. Erst in letzter Minute interessierte sich ein amerikanischer Besucher der Leipziger Messe für das Spielzeug. Er kaufte die komplette Kollektion auf.

Das war der Siegeszug des Teddybären von Steiff, der weltweit populär wurde. Seinen Namen "Teddy" soll das Spielzeug von dem amerikanischen Präsidenten Theodor Roosevelt erhalten haben, der selbst diesen Spitznamen trug. Margarete Steiff erhielt 1904 auf der Weltausstellung in St. Louis den Grand Prize für ihr Lebenswerk. 1907 wurde aus dem Steiff-Unternehmen eine GmbH, die Spielwarenfabrik Margarete Steiff GmbH. 

Mittlerweile beschäftigte sie über 400 Mitarbeiterinnen und 1.800 Heimarbeiterinnen.
Margarete Steiff starb am 9. Mai 1909 an den Folgen einer Lungenentzündung in Giengen an der Brenz.

>> Hamburg hat mehr Brücken als Venedig. Insgesamt 2438, das sind die meisten aller Städte in Europa.


Hamburg, wir wissen es alle, ist eine wunderschöne Stadt. 

Und was die Hansestadt so besonders macht, sind nicht nur Franzbrötchen und die sündigste Meile der Welt, sondern vor allem die vielen Wasserwege und – die Brücken. In der Vergangenheit wurde in Hamburg einiges gebaut und auch aktuell wird über die neue Köhlbrandquerung diskutiert, die laut NDR bis zu fünf Milliarden Euro kosten könnte. Aber auch ohne sie haben wir mehr Brücken als Venedig oder Amsterdam!

Die ältesten von ihnen sind beinahe 400 Jahre alt, andere dienen als wichtige Transportwege und sie alle: sind tolle Fotomotive.

Hamburg ist mit über 1,86 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum. 

Mit rund 755 Quadratkilometern ist Hamburg die zweitgrößte Gemeinde Deutschlands. Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert.

Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Weitere bekannte Kulturdenkmäler und Wahrzeichen sind das Hamburger Rathaus und die fünf Hauptkirchen. 

Typisch für das Stadtbild sind weiterhin viele Klinkerfassaden sowie die Wassernähe mit zahlreichen Flüssen, Fleeten und Kanälen. International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

>> Thomas Müller

Er spielte von seinem elften Lebensjahr bis 2025 beim FC Bayern München und ist mit 756 Pflichtspieleinsätzen Rekordspieler des Vereins. 

2013 gewann er das Triple aus UEFA Champions League, deutscher Fußballmeisterschaft und DFB-Pokal und 

2020 das "Sextuple" aus Meisterschaft, DFB-Pokal, UEFA Champions League, DFL-Supercup, UEFA-Super-Cup und FIFA-Klub-Weltmeisterschaft. 

Mit insgesamt dreizehn deutschen Meisterschaften ist er der Spieler mit den meisten deutschen Meistertiteln. Mit 35 gewonnenen Titeln ist er der erfolgreichste deutsche Fußballspieler. 

Müller war von 2010 bis 2024 deutscher Nationalspieler und hat mit 131 gespielten Partien von allen deutschen Nationalspielern die drittmeisten Länderspieleinsätze. 

2014 wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien Weltmeister. 

Seit August 2025 steht der Offensivspieler in der Major League Soccer bei den Vancouver Whitecaps unter Vertrag.

Müller ist vor Toni Kroos (34 Titel) mit 35 Titeln der erfolgreichste deutsche Fußballspieler aller Zeiten. 

Er ist mit 13 Titeln der deutsche Rekordmeister unter den Spielern.

>> Porta Nigra

Die Porta Nigra in Trier. Das Stadttor wurde aus Sandstein ohne Fugen gebaut. Es ist 30 Meter hoch.

Die Porta Nigra ist ein Gebäude in Trier im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Es stammt aus der Zeit der Römer und war ein Tor in der Stadtmauer. Kein anderes römisches Bauwerk nördlich der Alpen ist so gut erhalten.

Gebaut wurde das Stadttor wahrscheinlich um das Jahr 180 nach Christus, als man auch die Stadtmauer gebaut hat. Andere Stadttore sind nicht mehr erhalten. Wie das Stadttor damals hieß, ist unbekannt. Durch die Verwitterung hat der hellbraune Sandstein eine dunkle, fast schwarze Farbe erhalten. Daher sprach man seit dem Mittelalter von der Porta Nigra. Das ist Latein und bedeutet "schwarzes Tor".

Schon im Mittelalter haben Menschen angefangen, die Metallklammern zu stehlen, mit denen die Steine zusammengehalten wurden. Das Metall haben sie für andere Dinge verwendet. Vielleicht hätten sie auch die Steine selber weggenommen, um damit woanders etwas zu bauen.

Allerdings wohnte im Tor ein byzantinischer Mönch namens Simeon. Er starb im Jahr 1035 und wurde schon bald heilig gesprochen. Ihm zu Ehren wurde das Tor zu einer Kirchenanlage umgebaut. Der französische Herrscher Napoleon ließ die Kirche 1803 allerdings wieder auflösen. Er sorgte auch dafür, dass das Gebäude wieder wie vorher aussah.

Seit dieser Zeit ist die Porta Nigra kaum verändert. Man kann sie besuchen, auch das Obergeschoss. Seit dem Jahr 1986 ist die Porta Nigra ein Weltkulturerbe, zusammen mit anderen Gebäuden in Trier.

>> Sandmännchen

Das ostdeutsche Sandmännchen mit seinem "Vater", Gerhard Berendt


Bild unten: Das Sandmännchen aus dem westdeutschen Fernsehen

Der Sandmann ist eine Figur aus den Sagen in Europa. Heute ist der Sandmann oder das Sandmännchen ein Geist, der den Menschen Sand in die Augen streut. Dadurch schlafen sie gut ein. Am Morgen finden die Menschen dann kleine Körnchen an den Augen.

Schon im Altertum gab es Götter, Geister und Dämonen, die mit dem Schlaf zu tun hatten. Daraus wurden zwei verschiedene Arten von Sandmännern: Die einen sind ein böser Kinderschreck und verletzen mit ihrem Sand die Augen der Kinder. So ein Sandmann kommt in einer bekannten Gruselgeschichte vor, die der Schriftsteller E. T. A. Hoffmann vor 200 Jahren geschrieben hat.

Andere Sandmänner sind freundlicher. Sie sorgen mit diesem Sand nicht nur für Schlaf, sondern auch für schöne Träume. Hans Christian Andersen erfand den Ole Augenschließer, Ole Lukøje. Er verschließt im Märchen den Kindern die Augen mit Milch und erzählt ihnen eine Geschichte.

In den verschiedenen Ländern hat der Sandmann andere Namen, und er macht auch verschiedene Dinge. Manchmal kennt man ihn aus einem Märchen, manchmal vor allem als Figur aus dem Fernsehen oder als unheimliche Figur aus amerikanischen Filmen.

Einige Beispiele: In den Niederlanden sagt man "Klaas Vaak", aber auch "Zandmannetje". Die Polen kennen den Sand-Opa, "Piaskowy dziadek". Der "Nukkumatti", der "Schlafmatti", kommt aus Finnland, und in Frankreich bringt ein Sandhändler den Sand, der "Marchand de sable".

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland in zwei Teile geteilt, den Westen und den Osten. Im Osten, also in der DDR, gab es den Deutschen Fernsehfunk. Dieser Sender hat sich im Jahr 1959 einen "Abendgruß" ausgedacht. Nach dieser Sendung sollten die Kinder schlafen gehen. Darin kam eine Figur namens Sandmännchen vor.

Etwa zur gleichen Zeit gab es auch im Westen ein Fernseh-Sandmännchen, und zwar im Fernsehen von West-Berlin. Das kam durch Ilse Olbrig. Sie hatte erst im Osten für das Radio gearbeitet und dort schon eine Sandmännchen-Figur erfunden. Sie flüchtete in den Westen und dachte sich ein Sandmännchen für das Fernsehen in West-Berlin aus.

>> Kölner Dom

Der Dom ist eine der größten Kathedralen im gotischen Baustil, mit 157,22 Metern die vierthöchste Kirche der Welt und nach dem Ulmer Münster der zweithöchste Sakralbau Deutschlands.

Der Kölner Dom ist eine Kirche in Köln, im Westen von Deutschland. Der Name Dom kommt vom lateinischen Wort für Haus und meint, dass es eine besonders große und wichtige Kirche ist. Es ist die Kirche des Erzbischofs von Köln, des Chefs für die katholischen Christen in einem großen Gebiet um Köln.

Keine Kirche in Deutschland ist größer, auch wenn der Turm des Ulmer Münsters noch fünf Meter höher ist. Viele Touristen besuchen den Dom, er ist eines der bekanntesten Gebäude in Deutschland. Die Bauart nennt man gotisch, solche Kirchen kennt man auch aus anderen Ländern im Westen und in der Mitte von Europa. Der Dom gehört seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Wie viele Kirchen schaut der Dom nach Osten. Dort geht nämlich die Sonne auf, deshalb befindet sich dort der Chor. Das ist das Ende des Mittelteils, wo der Gottesdienst gefeiert wird. Hier steht ein Kasten aus Gold: Die Knochen darin werden von den Gläubigen als Reliquien verehrt. 

Für die Gläubigen stammen sie von den Heiligen Drei Königen. Der Mittelteil, das Hauptschiff, ist 144 Meter lang – nur wenige andere Kirchen auf der Welt haben ein längeres Hauptschiff.

>> Semperoper

Die Semperoper Dresden in der historischen Altstadt zählt zur Spitzenklasse der Opernhäuser.

In der historischen Altstadt Dresdens gelegen, gehört die Semperoper zu einem der glanzvollsten und schönsten Theaterhäuser der Welt. 

Sie wird getragen durch ein hochkarätiges Ensemble und der Sächsischen Staatskapelle Dresden, welche seit über 470 Jahren traditionelle Musik spielt. 

Ebenso mit dem Semperoper Ballett, dem Sächsischen Staatsopernchor und vielen internationalen Gästen, steht die Dresdner Semperoper wie keine andere für grandiose musikalische Meisterleistungen. Mit einer einzigartigen Akustik und aufwendigen künstlerischen Aufführungen erlangt die Semperoper Weltruf.

Bis heute zählt sie zur Spitzenklasse und zieht ihr Publikum in einen unvergesslichen Zauber.

Sie ist nach ihrem Architekten Gottfried Semper benannt, der sie im Auftrag von König Johann 1871 bis 1878 im Stil der Neurenaissance erbaute. 

Nach der Zerstörung 1945 wurde die Semperoper 1977 bis 1985 rekonstruiert.

>> VW Käfer

Die stromlinienförmige Karosserie und die markanten, nach außen gewölbten Kotflügel prägten das äußere Erscheinungsbild.

Der VW Käfer war das meistverkaufte Auto der Welt, bis er 2002 vom Golf übertroffen wurde. Entwickelt aus der Anforderung nach einem sparsamen und preisgünstigen Kleinwagen, prägte der Käfer das Straßenbild in Deutschland und wurde zum Symbol für Mobilität. Tausende Käfer fuhren auf den Autobahnen und machten das Auto zu einem wahren Klassiker.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der KdF-Wagen, der Vorläufer des Käfers, in Militärversionen und für die Rüstungsproduktion genutzt. 1945 startete die Serienproduktion des zivilen Volkswagens, zunächst für Besatzungsmächte und die Deutsche Post. 

Ab 1946 war der Käfer auch für Privatpersonen erhältlich – zu einem Preis von 5.000 Reichsmark. Bald fand er seinen Weg in die USA und in viele weitere Länder. 

Der VW Käfer trug maßgeblich zum deutschen Wirtschaftswunder bei und steht bis heute für deutsche Ingenieurskunst und Innovation.

Der Käfer wurde in Deutschland bis 1975 produziert. In Brasilien und Mexiko wurde der Käfer jedoch weiterhin gebaut. Am 30. Juli 2003 lief der letzte Käfer in Mexiko vom Band.

>> Saarland

>> Saarschleife bei Mettlach. Der Fluss windet sich hier so stark durch die Berge, dass sich die Strecken fast berühren.

>> Der saarländische Kabarettist Gerd Dudenhöffer spielt Heinz Becker.

Das Saarland ist ein kleines deutsches Bundesland. Es liegt ganz im Westen an der Grenze zu Frankreich und Luxemburg. Die Landeshauptstadt ist Saarbrücken. Nach der Fläche ist das Saarland etwa doppelt so groß wie Berlin, es hat aber nur knapp eine Million Einwohner. 

Nur die Bundesländer Berlin, Hamburg und Bremen sind noch kleiner.

Die Landschaft im Saarland besteht vor allem aus Mittelgebirgen, in denen früher viel Bergbau betrieben wurde. Das Gebiet des heutigen Bundeslandes war über Jahrhunderte auf viele kleine Fürstentümer aufgeteilt und bekam auch mehrfach andere Herrscher. So gehörte es manchmal zu Frankreich, später zu Preußen. Wichtig wurde es aber erst im 19. Jahrhundert: Damals entstanden hier viele Kohle-Bergwerke, sowie Eisen- und Stahlwerke.

Kohle und Stahl braucht man auch um Kanonen, Panzer und Kriegsschiffe zu bauen. Darum hat man sich oft gestritten, wem das Gebiet gehören soll. "Saargebiet" nannte man es zum ersten Mal nach dem Ersten Weltkrieg. Fünfzehn Jahre lang regierte der Völkerbund, das war der Vorläufer der Vereinten Nationen. 

Frankreich durfte die Kohle haben. Etwas Ähnliches passierte noch einmal nach dem Zweiten Weltkrieg.

Beide Male haben die Einwohner schließlich abstimmen dürfen. Die allermeisten entschieden sich dafür, dass sie wieder zu Deutschland gehörten. Seit 1957 ist das Saarland ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Wegen der Geschichte und der Nähe zu Frankreich, spielt die Französische Sprache noch immer eine etwas größere Rolle dort als im Rest von Deutschland. So findet man zum Beispiel manchmal zweisprachige Schilder.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden viele Bergwerke und Eisenhütten geschlossen. Ein besonders großes Eisenwerk in Völklingen ist heute ein Museum und kann besichtigt werden. 

Aber auch heute arbeiten noch viele Saarländer in der Stahlindustrie und bauen Maschinen.