Das Schicksal von Laura Dahlmeier 

Tödlicher Bergunfall 2025

Seit Ende Juni 2025 hielt sich Laura Dahlmeier im Karakorum-Gebirge in Pakistan auf. 

Am 28. Juli 2025 brach sie gegen Mittag den in der Nacht begonnenen Aufstieg im alpinen Stil wegen eines Wetterumschwunges ab. Zusammen mit ihrer Seilpartnerin Marina Krauss stieg sie den Laila Peak im Hushe-Tal hinab, als sie in einer Höhe von etwa 5700 Metern von Steinschlag getroffen wurde, der sie tödlich verletzte. 

Am 30. Juli 2025 gab Dahlmeiers Management ihren Tod bekannt. Wegen des hohen Risikos für die Retter hatte Dahlmeier zuvor für einen solchen Fall verfügt, dass ihr Leichnam nicht geborgen werden solle. Eine Bergung tödlich Verunglückter ist in extremem Gelände oder aufgrund widriger Bedingungen oft nicht möglich. Im September 2025 wurde auf Wunsch der Familie ein vergeblicher Bergungsversuch unternommen.

Schon als Kind wurde Dahlmeier von ihrem Vater zum Klettern und auf Bergtouren mitgenommen. Von ihm lernte sie die alpinistischen Grundkenntnisse. 

Auch während ihrer aktiven Biathlonzeit war sie bergsteigerisch unterwegs. Im August 2014 stürzte sie beim Klettern im Zugspitzmassiv und zog sich einen Bänderriss am rechten Sprunggelenk sowie eine Knochenprellung am Knöchel zu. Im Jahr 2015 kletterte sie bis zum UIAA Schwierigkeitsgrad IX. Im selben Jahr kletterte sie beispielsweise über die bekannte Salathé-Route mit dem Ausstieg des Freeriders durch die 1000 m hohe Granitwand des El Capitan im Yosemite-Nationalpark.

2020 stand Dahlmeier auf dem Mont Blanc, nachdem sie den längsten Grat der Alpen überklettert hatte, den mit Rauf und Runter 4500 Höhenmeter aufweisenden gesamten Peutereygrat. Der Grat beginnt mit dem Südgrat der Aiguille Noire de Peuterey, gefolgt von einem schwierigen Abseilen über dessen 450 m hohe Nordkante, und setzt sich dann fort unter Umgehung der Dames Anglaises in Richtung Aiguille Blanche de Peuterey. Von dort geht es weiter den Grat entlang bis hinunter zum Col de Peuterey und wieder hinauf über den Grand Pilier d'Angle zum Mont Blanc de Courmayeur. Von dort geht es auf den Hauptgipfel des Mont Blanc.

Im Jahr 2024 bestieg Laura Dahlmeier nur in Begleitung eines Kameramanns in drei Tagen die 6814 m hohe Ama Dablam in Nepal. Der Berg gilt als einer der schönsten Gipfel des Landes. Nach zwei Tagen Pause im Basislager wiederholte sie den Aufstieg und erreichte nach 8 Stunden und 24 Minuten den Gipfel. 

Nach 12 Stunden, 1 Minute und 11 Sekunden stand sie wieder im Basislager. Dies war die schnellste bekannte Besteigung der Ama Dablam durch eine Frau.

Im Juli 2025 bestieg Dahlmeier mit ihrer Seilpartnerin Marina Krauss den Great Trango Tower. Aufgrund ungünstiger Eis- und Schneeverhältnisse sahen sie von einer Besteigung des Serac Peak am Masherbrum ab.