Crime People
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>> Folge 11 am 17.02.
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Kurzportrait #10
Jürgen Kehrer & Wilsberg
Drehbuchautor und Schriftsteller, der besonders durch seine Wilsberg Kriminalromane bekannt geworden ist.

Bild >> Jürgen Kehrer (lks.) mit Schauspieler und Wilsbergdarsteller Leonard Lansink beim 30 Jahre Jubiläum

1990 erschien Kehrers erster Kriminalroman Und die Toten lässt man ruhen.
Die Hauptperson Georg Wilsberg, deren wechselvolles Privatleben und Entwicklung in der Serie nicht zu kurz kommen, ist ein gescheiterter Anwalt und Briefmarken-/Münzhändler in Münster und betätigt sich auch als Privatdetektiv.
Er sei nach Einschätzung von Kehrer ein typischer Münsteraner, denn in der Stadt leben viele Leute, die nach ihrem Studium in einem fachfremden Bereich beruflich tätig sind. Damit stelle er eine Persönlichkeit dar, die zu anderen Städten nicht passen würde, da sie einen Typen charakterisiere, der nach seinem Studium in Münster hängen geblieben ist. Die Wahl, einen gebrochenen Charakter als Protagonisten zu wählen, erklärte Kehrer damit, dass diese Charaktere stets interessanter seien. Die mit Lokalkolorit ausgestatteten Romane haben bisweilen Vorbilder oder Motive aus der Realität übernommen. Bereits zweimal wurde Kehrer von Münsteranern verklagt, die sich als Vorbild von Buchfiguren missbraucht sahen. In beiden Fällen wurde die Klage zurückgewiesen.
Zwischen 2007 und 2015 erschienen keine Wilsberg-Romane, da es sich nach Aussage des Autors mit zunehmendem Bekanntheitsgrad der Fernsehserie immer schwieriger gestaltete, die Romane neben den Verfilmungen als eigenständiges Werk zu platzieren.
In den Jahren 2015, 2020 und 2022 erschienen dann die drei letzten Romane.
1995 wurde der erste Wilsberg-Roman für das ZDF mit Joachim Król in der Titelrolle verfilmt, in den folgenden Episoden übernahm Leonard Lansink diese Rolle. Bisher entstanden 78 jeweils etwa 90-minütige Filme, wobei sich die TV-Produktionen mit der Zeit von den Buchvorlagen lösten. Nur sieben TV-Filme basieren auf Kehrers Romanen. In einigen Fällen hat Kehrer die Drehbücher mit einem eScript-Team verfasst, in wieder anderen Fällen haben andere Autoren die Drehbücher geschrieben. Der TV-Wilsberg – im Film Inhaber eines Antiquariats – hat sich inzwischen völlig von seinem Buch-Pendant gelöst.
Mehrere Figuren, die zum Stammpersonal der TV-Serie gehören, etwa seine Freunde Alex, Ekki, Manni und die Kommissarin Springer, erscheinen gar nicht in den Romanen.
In einigen der TV-Filme hat Jürgen Kehrer kleine Statistenrollen übernommen.
Kurzportrait #9
Edgar Wallace
Er gilt als Erfinder des modernen Thrillers, schrieb Bücher im Akkord und erdachte die monströsesten Todesarten für seine Opfer.

Der englische Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker trug maßgeblich zur Popularisierung der Kriminalgeschichte bei.

Geboren wurde Edgar Wallace am 1. April 1875 als unehelicher Sohn eines Schauspielers unter dem Namen Richard Horatio und wurde später dann von dem Lastmann Georg Freeman adoptiert. Er hielt sich mit Gelegenheitsjobs als Milchhändler, Maurergehilfe oder Zeitungsverkäufer über Wasser. Dann begann er kleine Berichte für die Zeitung zu schreiben. Er arbeitete sich hoch bis zum Chefredakteur. In Südafrika war er als Korrespondent über den Burenkrieg tätig. Nach London zurückgekehrt, lebte er als freier Schriftsteller und schrieb Sachbücher, Lyrik und Theaterstücke. In dieser Zeit begann er auch Krimalgeschichten zu verfassen.
Edgar Wallace verfasste in seiner 25-jährigen Schriftstellerlaufbahn Romane, Theaterstücke, eine Flut von Kurzgeschichten, Essays, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln und Drehbüchern.
Der 1959 gedrehte Film "DER FROSCH MIT DER MASKE" war der Anfang seines Durchbruchs auf deutschen Kinoleinwänden. Es gab einen wahren Edgar Wallace Boom, namhafte deutsche Schauspieler wie Klaus Kinski, Joachim Fuchsberger, Gerd Fröbe, Heinz Drache oder Eddi Arent besetzten die Rolle von Kommissaren, Opfern oder Tätern. Die Verfilmungen der Krimivorlagen von Edgar Wallace entwickelten sich zur erfolgreichsten und längsten deutschen Tonfilmserie.
Alle Krimis zeichnen sich dadurch aus, dass insgesamt zwar Hunderte von Toten vorkommen, aber kaum harte Gewalt- oder Blutszenen. Aber immer gab es auch Szenen mit dem typisch britischen trockenen Humor, der zur Aufheiterung beitrug. Hielten sich die ersten Verfilmungen noch ganz nah an die Buchvorlage, so wurden sie später immer mehr abgeändert beziehungsweise dann eigene Drehbücher dazu geschrieben. Neben Krimis schuf Edgar Wallace auch Gedichte, Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Filmdrehbücher. Mit einer Vielzahl von Romanen, 40 Theaterstücken, zahllosen Zeitungsbeiträgen, Kritiken und Kurzgeschichten gilt Edgar Wallace als Vielschreiber. Fast 170 seiner Werke wurden verfilmt. In über 25 Produktionen führte er selbst Regie. 1932 ging er nach Hollywood, um dort Drehbücher zu schreiben. Die Uraufführung des Treatment von "King Kong und die weiße Frau" (1933) in den USA erlebte er nicht mehr. Gegen Ende seines Lebens war Wallace durch seine Spielleidenschaft hoch verschuldet.
Edgar Wallace starb am 10. Februar 1932 in Hollywood.
Kurzportrait #8
Eduard Zimmermann
Moderator und XY Erfinder

Eduard Zimmermann gesteht kriminelle Vergangenheit
In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" blies Eduard Zimmermann jahrelang zur Jagd auf Ganoven. In seiner Biographie: "Ich war selbst ein Gauner." schrieb er das er vier Jahre seines Lebens selbst im Gefängnis verbracht hat.


Mit den Fernsehsendungen Vorsicht Falle! und Aktenzeichen XY … ungelöst wurde er im deutschsprachigen Raum als "Verbrecherjäger", Spitzname "Ganoven-Ede" bekannt.
Von 1977 bis 1994 war er zudem Vorsitzender des Vereins Weisser Ring.
Im Nachkriegsdeutschland schlug sich Zimmermann zunächst in Hamburg als Zeltarbeiter im Tierpark Hagenbeck und Garderobier von Willy Fritsch, später als Dieb und Schwarzmarkthändler durch und wurde festgenommen und in die JVA Fuhlsbüttel gebracht, aus der er schon tags darauf entlassen wurde.
Mit gefälschtem Ausweis und Diplom fand Zimmermann schließlich Arbeit als Straßenbauingenieur in Schweden.
Über seine Vergangenheit als Straftäter äußerte sich Zimmermann später unter anderem in seiner Autobiografie Auch ich war ein Gauner im Jahr 2005. In einem Zeitungsinterview stellte er fest, die Zeit habe ihn hart gemacht: "Ich bin sozusagen der Beweis dafür, dass man von der schiefen Bahn wieder runterkommt, wenn man es will."
Aktenzeichen XY … ungelöst ist der Titel einer von Eduard Zimmermann konzipierten Fernsehreihe im ZDF. Sie wurde von 1967 bis 1997 von ihm produziert und moderiert, danach wurde die Produktionsleitung bis 2011 von seiner Tochter Sabine übernommen, die die Sendung zudem bis 2001 moderierte. Von 1968 bis 2003 entstand die Sendereihe in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Fernsehen ORF und ab 1969 zudem mit dem Schweizer Fernsehen SRF als Eurovisionssendung.
Ziel der Sendung ist die Aufklärung realer Verbrechen. Ab der Erstausstrahlung 1967 hat sich die Sendung mit über 5000 Kriminalfällen beschäftigt, wovon rund 39 % aufgeklärt werden konnten.
Die Sendung ist eines der ältesten Sendeformate des ZDF.
Im Herbst 1997 zog er sich aus der Arbeit vor den Kameras zurück, arbeitete aber weiterhin eng mit der Redaktion von XY zusammen. Ferner betrieb Zimmermann in Zusammenarbeit mit dem ZDF ab 2001 das Sicherheitsportal e110 im Internet. Zur 350. Sendung von XY am 8. November 2002 kam Zimmermann zu Moderator Rudi Cerne ins Studio, um den Mordfall "Ursula Herrmann" aus dem Jahr 1981 erneut vorzustellen.
Seinen letzten Fernsehauftritt hatte Zimmermann in der 400. Sendung von XY am 10. Mai 2007 an der Seite der ehemaligen Leiter des Zürcher XY-Aufnahmestudios, Konrad Toenz, Werner Vetterli und Stephan Schifferer. Zimmermann war zu diesem Zeitpunkt bereits gesundheitlich angeschlagen, wirkte geistesabwesend und antwortete zögerlich.
Kurzportrait #7
Uwe Madel
Moderator und Redakteur

>> Im Visier – Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg
Verbrechen, die Jahre später noch Fragen offenlassen: Uwe Madel beleuchtet im rbb-Crime-Podcast "Im Visier" die Hintergründe von außergewöhnlichen Kriminalfällen aus Berlin und Brandenburg. Was trieb Menschen zu solchen Taten? Warum hielt sie niemand auf? Und wie schafften es Ermittler, die Täter zu entdecken? An der Seite von Uwe Madel: Journalistin und Moderatorin Elvira Siebert.

1992 begann Madel beim ORB, dem heutigen rbb-Fernsehen.
Hier moderiert er das Kriminalmagazin Täter-Opfer-Polizei
Das Magazin soll dabei helfen, die Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg zu beschleunigen. Seine Fernsehpremiere hatte es am 31. Mai 1992 im ORB. Moderiert wird die Sendung seit ihrer Gründung vom Moderator Uwe Madel.
Sie wird sonntags von 19:00 Uhr bis 19:26 Uhr live im RBB-Fernsehen ausgestrahlt und hat eine Laufzeit von ca. 26 Minuten. Produziert wird sie von der Potsdamer Dokfilm GmbH.
Schwerpunkt der Sendung sind Fahndungsfälle aus der Region Berlin-Brandenburg, wobei sowohl bedeutende Kriminalfälle als auch kleinere Alltagsdelikte thematisiert werden. Durch die aufbereitete Präsentation von neuen Fällen und aktuellen Fahndungsergebnissen soll die Allgemeinheit zur Unterstützung hinzugezogen werden.
Den Zuschauern werden außerdem Ratschläge zum Schutz vor Einbrechern und Trickbetrügern gegeben.
2022 wurde anlässlich des 30. Jubiläums eine Sondersendung mit den spektakulärsten und skurrilsten Fällen ausgestrahlt.
>> Uwe Madel wurde von der Brandenburger Polizei zum Ehrenkommissar ernannt.
2010 wurde er mit dem Berliner Krimipreis Krimifuchs ausgezeichnet.
>> Im April 2011 zeichnete der Bund Deutscher Kriminalbeamter ihn mit der Goldenen Kripomarke aus und ernannte ihn im August 2012 zum Ehrenmitglied.
Kurzportrait #6
Andreas Franz
Schriftsteller für Kriminalromane

Andreas Franz starb am 13. März 2011 im Alter von nur 57 Jahren an Herzversagen.

Andreas Franz' große Leidenschaft war von jeher das Schreiben. Bereits mit seinem ersten Erfolgsroman JUNG, BLOND, TOT gelang es ihm, eine riesige Fangemeinde in seinen Bann zu ziehen. Seitdem folgte Bestseller auf Bestseller, die ihn zu Deutschlands erfolgreichstem Krimiautor machten.
Seinen ausgezeichneten Kontakten zu Polizei und anderen Dienststellen ist die große Authentizität seiner Kriminalromane zu verdanken.
>> Julia-Durant-Reihe
Handlungsort: Frankfurt am Main
Julia Durant ist Hauptkommissarin, die für ihre unkonventionellen Ermittlungsmethoden bekannt ist. Sie ist als leitende Ermittlerin bei der Mordkommission in Frankfurt tätig, ist im Beruf hervorragend, ihr Privatleben bekommt sie jedoch nicht in den Griff. Sie ist geschieden, und alle danach folgenden Beziehungen scheiterten bisher. Eine enge Beziehung hat sie zu ihrem Vater, einem Pfarrer im Ruhestand, der in der Nähe von München lebt. Einen Kurzauftritt hat sie in dem Roman der "Kieler Reihe" Eisige Nähe.
Seit Andreas Franz' Tod wird die Reihe um Julia Durant von Daniel Holbe fortgesetzt. Während es zu Todesmelodie noch Vorarbeiten seitens Franz gab, führt Holbe die Reihe danach eigenständig fort.
Die Handlungen seiner Bücher waren keine bloße Fiktion. Meist basierten sie auf wahren Begebenheiten. Franz hatte exzellente Kontakte zu den Ermittlungsbehörden.
Vorbehalte seiner Kritiker, seine Bücher seien oft zu blutrünstig, oder seine Sprache nicht anspruchsvoll genug, ließen ihn ziemlich kalt. Wichtig waren ihm seine Leser. Sie wollte er erreichen, ansprechen, aufwühlen. Das spürte seine immer größer werdende Anhängerschaft. Immerhin erreichten seine bislang 19 veröffentlichten Romane eine deutlich siebenstellige Auflage.
Andreas Franz schrieb mit Herz, Verstand und großem Engagement. Das haben seine Leser gefühlt. Bei seinen zahlreichen Lesungen haben sie sich von ihm und seiner offenen, unkomplizierten, amüsanten aber auch ernsthaften Art mitreißen lassen.
Kurzportrait #5
Ernst Gennat
Kriminalbeamter der Mordkommission

Der Erfinder/Gründer der heutigen Mordkommissionen mit Spurensicherung
Bei den Gangstern wurde er oft als "Der Dicke vom Alexanderplatz" bezeichnet, weil sich seine Dienststelle dort befand. Dieser Spitzname spielte auf seine imposante Körperfülle an.

Gennat war ein deutscher Beamter der Berliner Kriminalpolizei, zuletzt im Rang eines Regierungs- und Kriminalrats. Mehr als 30 Jahre lang arbeitete er unter drei politischen Systemen als einer der begabtesten und erfolgreichsten Kriminalisten Deutschlands.
Bereits zu Lebzeiten Legende und Original gleichermaßen, entsprach er nicht dem klassischen Klischee des engstirnigen preußischen Beamten.
Als Gennat 1904 zur Kriminalpolizei kam, gab es noch keine Mordkommission im eigentlichen Sinne.
Gennats "Mordinspektion" am Polizeipräsidium Berlin
In der Zeit der Weimarer Republik (1919–1933) bildete die Kriminalpolizei den Kern der Abteilung IV des Berliner Polizeipräsidiums. Sie war in örtliche und in Fach-Inspektionen aufgegliedert.
Erst durch Gennats Bemühungen wurde aus dem Mordbereitschaftsdienst eine organisatorisch fest eingerichtete "Zentrale Mordinspektion" in der Inspektion A, die am 1. Januar 1926 offiziell ihre Arbeit aufnahm und deren Leitung er übernahm. Erst aus diesem Anlass wurde er 1925, mit 45 Jahren, zum Kriminalpolizeirat befördert.
Seine für einen preußischen Beamten ungewöhnlich demokratische Grundeinstellung und seine Bereitschaft, an Missständen unverblümt Kritik zu üben, hatten sich trotz seiner unbestreitbaren Erfolge hinderlich auf seine Karriere ausgewirkt.
Im Jahre 1931 konnte die Zentrale Mordinspektion von 114 begangenen Tötungsdelikten 108, d. h. 94,7 % aufklären (zum Vergleich: Die Aufklärungsrate für Morde liegt heute zwischen 85 und 95 %). Das Raubdezernat erreichte 1931 im Vergleich dazu nur eine Quote von 52 Prozent. Gennat selbst gelang während seiner 33-jährigen Tätigkeit im Polizeidienst die Aufklärung von 298 Morden.
Kurzportrait #4
Richy Müller
deutscher Schauspieler

Mal Kriminalkommissar im Stuttgarter Tatort oder Geiselnehmer in verschiedenen Spielfilmen.
Richy Müller ist ein absoluter Crime People.
Er wurde 1979 mit dem Fernsehdreiteiler Die große Flatter bekannt und spielt heute den Stuttgarter Tatort-Kommissar Thorsten Lannert.
Die Kriminalhauptkommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz aus der Stuttgarter Mordkommission sind fiktive Personen der ARD-Krimireihe Tatort, die von Richy Müller und Felix Klare gespielt werden. Seit 2008 sind sie als Tatort-Ermittlerteam des SWR zu sehen.
Der Anfang der 1960er Jahre geborene Kriminalhauptkommissar Thorsten Lannert, gespielt von Richy Müller, wechselt von Hamburg nach Stuttgart. Er braucht einen Neuanfang, weil er unter tragischen Umständen im Zuge seiner Enttarnung seine Frau Susanne und seine Tochter Lilli verloren hat. Er selbst wurde durch einen Schuss in die Brust schwer verletzt. In Hamburg war er als verdeckter Ermittler unter dem Tarnnamen "Chris Gabriel" im Bereich der organisierten Kriminalität im Einsatz und einer der wichtigsten Männer seiner Dienststelle. In Stuttgart muss er sich ganz neu orientieren. Ihm ist viel Selbstdisziplin eigen, die ihn davor bewahrt, an seinem Schicksal zu zerbrechen.
>> Ein großes Ding ist ein 1999 gedrehter deutscher zweiteiliger Spielfilm, dessen Inhalt sich an dem Geiseldrama von Gladbeck orientiert. In der Hauptrolle Richy Müller.
Das wirkliche Geiseldrama von Gladbeck ereignete sich im Jahre 1988. Es begann in Gladbeck und führte durch mehrere Bundesländer der damaligen Bundesrepublik und zeitweise in die Niederlande, so nach Bremen-Huckelriede, wo der Bus besetzt wurde, bis hin nach Köln.
>> Ein todsicherer Plan ist ein deutsches Action-Drama des Regisseurs Roland Suso Richter aus dem Jahr 2014. In der Hauptrolle verkörpert Richy Müller den Schreinermeister Klaus Roth, der zum Bankräuber wird.
Kurzportrait #3
Lydia Benecke
deutsche Kriminalpsyschologin

Seit 2013 arbeitet Benecke mit erwachsenen Straftätern sowie sexuell straffällig gewordenen Jugendlichen. Außerdem ist sie seit 2008 in einer sozialtherapeutischen Anstalt, einer speziellen Form der Justizvollzugsanstalt, mit männlichen Gewaltstraftätern tätig.
Zwischen 2009 und 2013 arbeitete sie unter anderem in der Öffentlichkeitsarbeit für das Unternehmen ihres damaligen Ehemannes, des Kriminalbiologen Mark Benecke
Lydia Benecke arbeitet als selbstständige Psychologin und als Therapeutin, unter anderem in einer Sozialtherapeutischen Einrichtung des Strafvollzugs mit schweren Straftätern. Sie hält regelmäßig Fortbildungen und Vorträge für ein breites Publikum.
Mit AUF DÜNNEM EIS, SADISTEN und PSYCHOPATHINNEN sowie als Co-Autorin von AUS DER DUNKELKAMMER DES BÖSEN hat sie bereits mehrere Bestseller geschrieben.
Als psychologische Expertin tritt Lydia Benecke seit 2009 in unterschiedlichen Fernsehsendungen auf, u. a. bei TV total, stern TV, Explosiv – Das Magazin, Markus Lanz, Bambule, Inka!, dem Sat.1-Frühstücksfernsehen, der Spezialsendung XY gelöst sowie im ZDF-Dokumentarfilm "Dracula lebt!". 2013 war sie in der Sat.1-Produktion "Stalker – Auf frischer Tat ertappt" als Psychologin für die Einschätzung der Täter zuständig.
Seit 2017 tritt sie regelmäßig in der Spezialausgabe XY gelöst der Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst auf. Ebenfalls aktiv ist sie in der Sendung Anwälte der Toten und der Produktion Erbarmungslos mit Stephan Harbort.
Nach dem Siegauen-Vergewaltigungsfall in Bonn, bei dem sie als psychologische Expertin befragt wurde, sah Benecke sich Angriffen ausgesetzt, da ihre Äußerungen missverständlich aufgenommen wurden.
Seit Februar 2023 präsentiert sie den TrueCrime-Hörspiel-Podcast Dunkle Seelen für den WDR und die ARD. Darin geht es um wahre Verbrechen und Gewalttaten (wie das Massaker von Srebrenica, die Taten von Jacques Mesrine oder den NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie), die als Hörspiel inszeniert sind.
Benecke befasst sich mit der Psychologie dahinter und mit wiedererkennbaren Mustern, die von Zeitgeschichte oder Kultur unabhängig sind.
Kurzportrait #2
Axel Petermann
deutscher Kriminalist, Fallanalytiker und Autor

Jahrzehntelang stand er an der Spitze einer Mordkommission, ermittelte in spektakulären Fällen und Morden, entwickelte Methoden, die ihn zu einem gefragten Experten für ungeklärte Morde machten.
Die Ausbildung absolvierte er in Bremen und war anschließend von 1975 bis 2014 Beamter der Kriminalpolizei, unter anderem als langjähriger Leiter der 1. Mordkommission und stellvertretender Leiter des Kommissariats für Gewaltverbrechen.
In dieser Zeit bearbeitete er eine Vielzahl von Fällen des unnatürlichen Todes bzw. leitete die Ermittlungen bei Tötungsdelikten.
Axel Petermann setzte sich ab 1999 mit den FBI-Methoden des Profilings auseinander und begann nach einer mehrjährigen Ausbildung zum zertifizierten polizeilichen Fallanalytiker mit dem Aufbau der Dienststelle Operative Fallanalyse, deren Leiter er bis zu seiner Pensionierung war. Er vertrat den interdisziplinären kriminalistischen Ansatz des Profilings, wonach der Schlüssel zur Klärung eines Tötungsdeliktes durch die Interpretation der Spuren am Tatort und die Analyse der Opferpersönlichkeit zu finden ist.
Da die Auswahl des Opfers und die Tatortspuren auf Entscheidungen des Täters basieren, wird dadurch das Motiv der Tat deutlich und lässt so Rückschlüsse auf sein Profil zu.
Seit 2016 war er Moderator und Fallanalytiker der Sendung "Autopsie – Der Profiler", eines Spin-offs zu Autopsie – Mysteriöse Todesfälle. 2017 begann er als Moderator zusammen mit der Psychologin Katinka Keckeis in der ZDF-Info-Serie Aufgeklärt – Spektakuläre Kriminalfälle spektakuläre Verbrechen der Nachkriegszeit zu besprechen.
Er ist kriminalistischer Fachberater verschiedener Dokumentar- und Nachrichtensendungen von öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk- und Fernsehanstalten. Außerdem verfasst er regelmäßig Kommentare für überregionale Printmedien. Weiterhin hatte er Auftritte in diversen Talkshows.
Kurzportrait #1
Sven Voss
TV Moderator

Sven Voss führt ein Doppelleben. Zum einen moderiert der 47-Jährige das True-Crime-Format "XY gelöst", zum anderen ist der Sportreporter als Moderator des "Sportstudio Live" bei der diesjährigen Fußball-EM zu sehen. Im Interview erzählt er, wie die Beschäftigung mit dem Verbrechen seinen Blick auf die Welt prägt und ob er der deutschen Nationalelf die Europameisterschaft

Seit August 2011 moderiert der TV Moderator Sven Voss das aktuelle Sportstudio im ZDF. Immer noch ist es etwas ganz Besonderes, diese großartige Sendung am späten Samstagabend präsentieren zu dürfen, den Sportstars zu begegnen.
Überhaupt ist Sport für den 40jährigen Journalisten ein großes Thema. Für das ZDF moderierte und berichtete er bei den Fußball-Weltmeisterschaften in Südafrika und Brasilien. Die Weltmeister in Berlin am Brandenburger Tor in Empfang zu nehmen, gehört zu den absoluten Highlights bislang.
Seinen ersten Einsatz für das ZDF hatte Sven Voss bei den Olympischen Winterspielen in Turin. Seitdem stand er bei allen olympischen Spielen vor der Kamera, moderierte zuletzt bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro.
Auch Skispringen, Basketball, Tour de France und Frauenfußball gehören zu den Sportevents, die er bislang präsentierte.
Nicht weniger spannend ist der Weg, den Sven Voss beim MDR eingeschlagen hat. Seit nunmehr 10 Jahren moderiert er dort das Wissensmagazin Echt, taucht mit dem U-Boot in Seen ab, begibt sich mit Bergleuten in alte Minen oder trifft Kosmonaut Sigmund Jähn in Moskau. Darüberhinaus ist er Moderator der Sendungen Lebensretter und Voss+Team.
XY gelöst
Sven Voss:
"Die Zusammenarbeit zwischen den Staatsanwaltschaften, den Ermittlern und der Redaktion ist über die Jahre sehr gewachsen. Bei "XY gelöst" bedienen wir uns jener Fälle, die lange Zeit sogenannte "Cold Cases" waren, also nicht gelöst werden konnten. Es geht ausschließlich um Tötungsdelikte, die inzwischen aber allesamt doch gelöst wurden – auch mithilfe der Kriminaltechnik."
Warum war es dem ZDF und Ihnen wichtig, diese Fälle noch einmal zu beleuchten?
Das Gute an "XY gelöst" ist, dass es am Ende wirklich gelöst ist. Mit dieser Reaktion wurde ich bereits im Anschluss an die erste Staffel im vergangenen Jahr konfrontiert. Der grundsätzliche Tenor war: Das macht die Opfer nicht wieder lebendig, aber immerhin kommen die Täter letztendlich hinter Schloss und Riegel.